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So lädst und bezahlst du an einer Ladesäule

Ladestation für Elektroautos

Von Birte Leonhardt // Aktualisiert: 29.11.2021

Wer zum ersten Mal ein Elektroauto fährt, egal ob gekauft oder gemietet, steht vor vielen Herausforderungen. Spätestens bei der ersten längeren Fahrt mit dem E-Auto fragt man sich: Wie funktioniert das Laden an einer öffentlichen Ladesäule? Und wie kann ich dort bezahlen? Im folgenden Artikel geben wir dir Tipps wie du ganz leicht dein Auto öffentlich laden kannst.


Das Wichtigste auf einen Blick

  • Wichtig ist bei öffentlichen Ladestationen, dass du ein Ladekabel Typ 2 dabei hast
  • Vor dem Laden, muss die Ladesäule freigeschaltet werden, sonst kann der Ladevorgang nicht los gehen
  • Du kannst entweder mit Ladekarte bezahlen oder mit einer Smartphone-App

Laden an der Ladesäule

Im Grunde funktioniert das Laden an der Ladesäule ähnlich wie das Tanken eines Verbrenners. Nur dass das Laden länger dauert als das klassische auftanken. Hier ist eine Schritt für Schritt Anleitung für den Ladevorgang:

  1. Ladekabel mitnehmen (Normalerweise wird ein Typ 2 Ladekabel benötigt, am besten du hast es immer im Kofferraum dabei. Zahlreiche Schnellladestationen verfügen jedoch auch über ein fest mit der Ladestation verbundenes Kabel, sodass du kein eigenes benötigst.)
  2. Ladebuchse aufmachen und Kabel an das Auto anschließen
  3. Ladesäule freischalten und Kabel an Ladesäule anschließen
  4. Nach dem Ladevorgang erst das Kabel vom Auto lösen und danach von der Ladesäule
  5. Bezahlen mittels Ladekarte oder Smartphone-App an der Ladesäule


Alle Grundlagen zum Thema Laden (Steckertypen, Lademöglichkeiten etc.) findest du in unserem Ratgeber-Artikel zum Thema "Elektroauto laden".

Bezahlen an der Ladesäule

Für das Bezahlen an der Ladesäule hast du verschiedene Möglichkeiten. Die gängigsten beiden Varianten sind einmal das Zahlen mit einer Ladekarte oder mit einer Smartphone App. Das Zahlen mit Kreditkarte oder Girokarte ist derzeit noch nicht möglich, es ist aber vorgesehen, dass sich das in naher Zukunft ändert.

Bezahlen mit Ladekarte

Die Ladekarten werden einfach vor die Ladesäule an ein dafür vorgesehenes Kontaktfeld gehalten. Normalerweise ist eine Registrierung beim Anbieter im Vorhinein notwendig, um die Ladekarte nutzen zu können. Wenn du per Ladekarte bezahlst, wird dir üblicherweise eine Rechnung mit den Kosten für die Ladevorgänge am Ende des Monats zugesandt.

Bekannte Ladekarten-Anbieter

Das Laden an der Ladesäule wird allzuoft durch ein Tarifwirrwarr erschwert. Je nach App oder Ladekarte zahlst du an der gleichen Station unterschiedlich viel. Deshalb lohnt es sich unbedingt, vorher Tarife zu vergleichen! Manche Anbieter verlangen eine monatliche Grundgebühr, andere verrechnen ausschließlich pro kWh bzw. Minute. Aus dem Grund haben wir dir eine Übersicht zu den bekanntesten Anbietern zusammengestellt. Sie sind alle in ganz Europa vertreten.

EMC

EMC fordert keine Grundgebühren und hat insgesamt rund 7.000 Ladestationen. Du kannst bei ihnen mit App oder RFID Karte zahlen. Du hast keine Grundgebühr, dafür variieren die Kosten für das Laden je nach Station. Die einzige Problematik hier: du musst EMC-Mitglied sein, um die Ladekarte zu erhalten und somit bei den Stationen tanken zu können.

EnBW

EnBW hat rund 30.000 Stationen in Europa, bei denen du dein Elektroauto laden kannst. Je nachdem wieviel du fährst kannst du entweder den Tarif ohne Grundgebühr wählen, bei dem du 0,39€/kWh an AC-Ladestationen und 0,49€/kWh an DC-Ladestationen zahlst oder den Tarif, bei dem du eine Grundgebühr von 4,99€ zahlst, jedoch dafür nur 0,29€/kWh an AC-Ladestationen und 0,39€/kWh an DC-Ladestationen. Für Vielfahrer lohnt sich also die zweite Variante eher. Zahlen kannst du auch hier entweder mit App oder RFID Karte.

IONITY

IONITY fordert keine Grundgebühr und hat rund 400 Ladeparks mit durchschnittlich 6 Ladestationen entlang der Transitrouten in ganz Europa. Der Preis für die Ladung beträgt 0,79/kWh. Bezahlen kannst du bei IONITY nur mit der App.

Maingau

Maingau fordert ebenfalls keine Grundgebühr und hat europaweit rund 45.000 Stationen. Die Kosten für die Ladung betragen 0,25€/kWh. Wenn du allerdings außerhalb von Deutschland tankst, kommen Roaming-Zuschläge hinzu. Zahlen kannst hier mit App oder RFID Karte.

Naturstrom

Naturstrom hat satt 150.000 Stationen, an denen du dein Elektroauto laden kannst. Die Besonderheit hier: der Schnellladevorgang kostet immer 14,26€. Außerdem zahlst du keine Grundgebühr. Die Bezahlung erfolgt entweder per App oder als quartalsweise Abrechnung.

Newmotion

Newmotion ist mit 165.000 Ladestationen in Europa der Spitzenreiter unter den Anbietern. Auch hier zahlst du keine Grundgebühr, die Kosten für die Ladevorgänge variieren aber. Allerdings kannst du einfach über die App die Kosten für eine bestimmte Station einsehen. Die Bezahlung erfolgt hier wieder per App, mit der RFID Karte oder mit einem Ladechip.

Plugsurfing

Auch Plugsurfing erhebt keine Grundgebühr und hat rund 110.000 Stationen in ganz Europa. Was die Kosten angeht gibt es hier ein besonderes Modell: in Deutschland liegt der Fixpreis bei 0,49€/kWh bei AC-Stationen, 0,69€/kWh an DC-Stationen und 1,09€/kWh bei IONITY-Stationen. Außerhalb von Deutschland variieren die Preise. Bezahlen kannst du mit App und Ladechip.

Smatrics

Auch bei Smatrics gibt es verschiedene Tarife zur Auswahl. Fährst du weniger Auto, wählst du den Tarif ohne Grundgebühr, bei dem du zwischen 0,06€ und 0,95€ pro Minute zahlst. Wer ab und zu das öffentliche Laden in Anspruch nimmt, sollte den Tarif für 14,90€ pro Monat wählen. Hierfür liegen die Kosten bei 0,03€ bis maximal 0,48€ pro Minute. Der teuerste Tarif, bei dem die Grundgebühr bei 49,90€ liegt eignet sich besonders für Personen die oft die öffentlichen Ladestationen nutzen. Der Preis liegt dann bei 0,02€ bis maximal 0,30€ pro Minute. Insgesamt betriebt Smatrics 45.000 Stationen, bezahlen kannst du mit App oder RFID Karte.

Bezahlen mit einer Smartphone-App

Falls du per Smartphone App zahlen möchtest, musst du einfach die App mit dem QR Code, der sich an der Ladesäule befindet, aktivieren. Auch hier ist meist eine Registrierung beim Anbieter im Vorhinein notwendig. Wenn du mit der Smartphone App bezahlst, wird das Geld anders als bei der Ladekabel in der Regel direkt vom Konto abgebucht. Bisher gibt es nur eine App auf dem Markt, mit der du direkt an der Ladesäule bezahlen kannst: die EnBW Mobility+ App. Der Vorteil hierbei ist, sie ist ein absoluter Alleskönner und bietet dir zusätzlich zum komfortablen Bezahlservice ein weiteres Feature an: dir werden alle Ladestationen in deiner Nähe einfach auf einer Karte angezeigt. Die App ist sowohl für Android Nutzer als auch für Apple Nutzer kostenlos im app Store erhältlich.


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Häufig gestellte Fragen

Du hast drei verschiedene Möglichkeiten an einer Ladesäule zu zahlen. Entweder mit einer Ladekarte, einem Ladechip oder mit Hilfe von einer Smartphone App.

Das Laden an einer Ladesäule funktioniert ähnlich wie das Tanken bei einem Verbrenner. Eine Schritt für Schritt Anleitung findest du in unserem Artikel.

Über die Autorin:

Birte ist seit 2021 Redakteurin bei emiwa und unsere Expertin für den hauseigenen Ratgeber. Sie begeistert sich für nachhaltige Mobilitätslösungen, studiert Publizistik im Master und schreibt die Ratgebertexte am liebsten in einem der vielen Wiener Kaffeehäuser.

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