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Typen von Wallboxen

Wallbox

Von Birte Leonhardt // Aktualisiert: 11.07.2022

Wer über den Kauf eines Elektroautos nachdenkt, wird vermutlich auch schnell auf das Thema Wallbox kommen. Denn diese ermöglichen dir das bequeme Laden von Zuhause und sind für viele E-Auto-Fahrer daher äußerst praktisch, da man so das Laden an öffentlichen Ladestationen oft vermeiden kann. Doch welche Unterschiede gibt es bei Wallboxen? Und welche Dinge muss man beachten? Alle Informationen zu Wallboxen erfährst du im Artikel!


Das Wichtigste auf einen Blick

  • Es gibt verschiedene Wallboxen, die sich beispielsweise in der Ladeleistung unterscheiden.
  • Die Wallbox muss immer durch kompetente Elektroinstallateure angebracht werden.
  • Die Kosten einer Wallbox liegen in der Regel zwischen 500 € und 2000 €.

Hierfür benötigt man eine Wallbox

Eine Wallbox ist eine private Ladestation, die man bequem Zuhause an seiner Garage oder am Carport anbringen kann, um das Elektroauto von Zuhause aus zu laden. Diese eignen sich sowohl für Plug-in-Hybridfahrzeuge als auch für reine Elektroautos. Wallboxen sind deshalb sinnvoll, weil man Zuhause zwar das Elektroauto an der Haushaltssteckdose laden kann, allerdings dauert dies sehr lange und ist auch deutlich unsicherer als an der Wallbox zu laden, weil eine erhöhte Brandgefahr besteht. So dauert ein Ladevorgang an einer normalen Steckdose mit 2,3 kW rund 10 Stunden, an der Wallbox mit 22 kW nur 1,5 Stunden. Besonders für Personen mit E-Auto, die keine öffentlichen Ladestationen in direkter Nähe haben und nicht auf die öffentlichen Lademöglichkeiten angewiesen sein wollen, empfiehlt sich also die Anschaffung einer Wallbox.

Doch auch für Personen im Mehrfamilienhaus ist eine Wallbox kein Problem. Denn rechtlich gesehen haben Mieter und Wohnungseigentümer einen Anspruch auf eine Lademöglichkeit für das E-Auto. Hier muss bei mehreren Nutzern der Wallbox lediglich darauf geachtet werden, dass genug Strom für mehrere E-Autos besteht. Dieses Lastmanagement geschieht bei einem Vorab-Check durch einen Elektroinstallateur.


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Diese Wallboxen gibt es

Der wesentliche Unterschied bei Wallboxen besteht darin, dass sie eine unterschiedliche Ladeleistung aufweisen können. Zudem ist die Bedienung der Boxen unterschiedliche komfortabel. Dabei haben die meisten Wallboxen entweder einen einphasigem Anschluss (4,6 kW) oder einen dreiphasigem Anschluss (zwischen 11 kW und 22 kW). Je nach Ladeleistung und Akkugröße des Autos variiert so die Ladedauer enorm. Die Ladeanschlüsse müssen immer beim Netzbetreiber angemeldet werden. Zudem werden sie an einer separat abgesicherten Zuleitung angeschlossen, die Installation erfolgt immer durch Profis. Zu bedenken ist zudem, dass Wallboxen mit einer Ladeleistung über 11 kW genehmigungspflichtig sind.

Zudem unterscheiden sich Wallboxen darin, ob sie nur auf einen bestimmten Personenkreis zugelassen sind oder nicht. In dem Fall kann eine Zugangssicherung, beispielsweise in Form eines RFID-Karten-Lesegerätes installiert werden. Bei der Entscheidung für eine Wallbox sollte darauf geachtet werden, dass das Bordladegerät (des Elektroautos) zur Wallbox passt. So bringt eine dreiphasige Wallbox nichts, wenn das Bordladegerät lediglich einphasig ausgelegt ist.


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Anbieter von Wallboxen

Es gibt diverse Anbieter von Wallboxen. Dies sind einerseits Autohersteller wie beispielsweise VW, andererseits auch oft Firmen, die sich auf Wallboxen spezialisiert haben. Wallboxen werden dabei immer weiter entwickelt und verbessert und somit ändern sich auch jährlich die besten Wallboxen auf dem Markt. Der ADAC führt regelmäßig einen Test von unterschiedlichen Wallboxen durch, die aktuellen Ergebnisse davon findest du bei ADAC.

Bestellung einer Wallbox

Wallboxen kann man überall kaufen. Die beste Variante ist aber das direkt mit dem Kauf des E-Autos zu verbinden und eine Wallbox des Autoherstellers zu kaufen oder beim Stromversorger nachzufragen. Denn dadurch hat man direkt kompetente Beratung und kann einen Termin für den Vorab-Check und die Anbringung der Wallbox ausmachen. Zudem steht kompetentes Fachpersonal zur Verfügung und kann alle Fragen rund um die Wallbox und das Laden an der Wallbox beantworten.

Anschlüsse bei Wallboxen

Normalerweise verfügen die Wallboxen über ein Kabel mit Typ-2-Stecker, da dies der europäische Standard ist. Die Ausnahme bilden einige japanische Modelle, die andere Stecker benutzen (oftmals Chademo-Stecker). Wer flexibel bleiben möchte, wählt keine Wallbox mit Kabel, sondern eine mit Steckeranschluss, bei dem man zur Not auch ein Adapterkabel benutzen kann, um ein anderes Auto zu laden. Zudem ist zu bedenken, dass die Wallbox so angebracht wird, dass die Kabellänge ausreicht.


Welche unterschiedlichen Stecker und Kabel es gibt, erfährst du in einem weiteren Artikel!

Intelligentes und einfaches Laden

Die Basic-Version einer Wallbox ermöglicht lediglich einfaches Laden. Hierbei fährt man ganz normal mit dem E-Auto an die Wallbox, öffnet beim E-Auto den Ladeanschluss und schließt das Auto an die Wallbox an, wodurch der Ladevorgang beginnt. Im Kontrast hierzu gibt es ebenfalls das intelligente Laden, wobei per WLAN oder Bluetooth auf die Wallbox zugegriffen werden kann. Diese intelligenten Wallboxen können Ladestatistiken aufstellen und man kann sowohl Ladestärke als auch Ladezeiten bestimmen. So eignet es sich beispielsweise für Personen, die ebenfalls eine Photovoltaik-Anlage besitzen und ihren eigenen Strom produzieren festzulegen, dass nur tagsüber bei Sonnenschein geladen wird, da so die Kosten für die Ladung des Autos am geringsten sind.

Kosten Wallbox

So wie sich Wallboxen stark voneinander unterscheiden können, variieren auch die Kosten einer Wallbox. Es lässt sich aber sagen, dass die Preisspanne etwa zwischen 500 € und 2000 € liegt. Die Kosten für die Installation sind nicht mit inbegriffen und kommen zusätzlich dazu. Allerdings gibt es sowohl in Österreich, als auch in Deutschland die Möglichkeit der staatlichen Förderung von Elektroautos und Wallboxen.


Weitere Informationen zur staatlichen Förderung von Wallboxen in Österreich und Deutschland erfährst du im Ratgeberartikel!

Wallbox installieren

Die Installation einer Wallbox erfolgt immer durch einen Fachbetrieb und darf auf keinen Fall von Laien durchgeführt werden. Der Vorteil des Einbaus durch den Fachmann ist, dass die Anmeldung beim Netzbetreiber auch über ihn erfolgt und eine Haftung für den Einbau der Wallbox geleistet wird.

Bedienung der Wallbox

Je nachdem, ob es sich um eine Wallbox mit einfachem oder intelligentem Laden handelt, ist die Bedienung sehr simpel oder etwas komplexer. Bei einfachem Laden kann man einfach das Kabel nehmen und an das Elektroauto anschließen. Um den Ladevorgang zu beenden, entfernt man einfach das Ladekabel. Beim intelligenten Laden kann die Wallbox, wie bereits weiter oben im Artikel beschrieben, beispielsweise per Smartphone gesteuert werden und der Ladevorgang kann so ganz einfach gestartet und gestoppt werden. Generell bietet es sich an, den Ladevorgang bei etwa 80 % zu stoppen, um den Akku des Autos zu schonen und Strom zu sparen.


Wie man an einer Wallbox lädt, erfährst du in unserem Ratgeberartikel!

Versicherung der Wallbox

Eine private Wallbox ist ein Bestandteil eines Hauses und sind somit normalerweise durch die Gebäudeversicherung mitversichert. Allerdings sollte auf jeden Fall vor der Anbringung der Wallbox die Versicherung kontaktiert werden, inwieweit Schäden an der Box versichert sind. Für Schäden, die am Auto durch das Laden oder die falsche Bedienung der Wallbox passieren, zahlt normalerweise die Kaskoversicherung. Zudem sollte man sich im Vorhinein bei der Haftpflichtversicherung darüber informieren, inwieweit Schäden, die durch die Wallbox an anderen Autos geschehen, übernommen werden.


Welche Versicherungen für Elektroautos sinnvoll sind, erfährst du im Ratgeberartikel!

Wallbox-Anschluss vermieten

Die Idee ist zwar noch neu, aber immer mehr Personen denken darüber nach, ihre private Wallbox für andere E-Autos zur Verfügung zu stellen. Denn das Elektroauto muss allenfalls alle paar Tage geladen werden und so kann die Wallbox in der Zwischenzeit von anderen Personen genutzt werden. Diese Vermietung erfolgt über einen gewissen Zeitraum und funktioniert mithilfe einer App. Dabei kann der Vermieter selbst den Preis bestimmen. Zurzeit arbeiten verschiedene Start-ups an der Weiterentwicklung des Projektes (z.B. „Peer2Peer Charging“).

Über die Autorin:

Birte ist seit 2021 Redakteurin bei emiwa und unsere Expertin für den hauseigenen Ratgeber. Sie begeistert sich für nachhaltige Mobilitätslösungen, studiert Publizistik im Master und schreibt die Ratgebertexte am liebsten in einem der vielen Wiener Kaffeehäuser.

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