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Elektroauto Versicherung

Versicherungspapier

Von Birte Leonhardt // Aktualisiert: 18.01.2022

In den meisten Ländern wird für ein Auto, egal ob mit Verbrennungs- oder Elektromotor, eine Kfz-Haftpflichtversicherung benötigt — so ist es auch in Österreich und Deutschland. Zudem bietet es sich für ein E-Auto ebenfalls an, eine Voll- oder Teilkasko-Versicherung abzuschließen – denn die Haftpflichtversicherung zahlt beim Unfall nur für die Schäden am gegnerischen Fahrzeug. Die Voll- und Teilkasko-Versicherung hingegen zahlt auch für Schäden, die an deinem Auto entstanden sind. Was sind also die besten Versicherungen für E-Autos? Sind sie teurer als bei Verbrennern? Und was ist besser: Voll- oder Teilkasko? Alle Antworten hierzu findest du in unserem Artikel!


Das Wichtigste auf einen Blick

  • In Deutschland und Österreich musst du eine Haftpflichtversicherung für dein Elektroauto besitzen.
  • Eine Teil- oder Vollkasko-Versicherung ist für viele Elektroautos sinnvoll.
  • Es gibt keine speziellen Versicherungspartner, die sich auf Versicherungen für Elektroautos spezialisieren.

Versicherungen bei Elektroautos

Das Wichtigste zuerst: Für die Haftpflichtversicherung eines E-Autos wird üblicherweise keine besondere Versicherung benötigt, denn die Versicherungen kommen sowieso nicht für die Schäden am eigenen Auto auf. Bei Teil- und Vollkasko-Versicherungen sollte dennoch ein besonderer Blick auf die Versicherung geworfen werden. So bieten die meisten Versicherungsgesellschaften Versicherungen für Elektroautos an, dennoch sollte man auf die Versicherungsbedingungen achten. So ist es wichtig, dass das E-Auto sowohl gegen Kurzschlussschäden als auch gegen Schäden durch Marderbisse sowie Überspannungsschäden durch Blitzeinschlag geschützt und die Versicherungssumme hoch genug ist. Der Akku des E-Autos sollte auch unbedingt mitversichert sein. Dabei sollte der Betrag für Schäden bei mindestens 10.000€ liegen. Zudem bietet es sich an eine Versicherung zu wählen, die Wallbox und Ladekabel gegen Diebstahl und Schäden versichert.

Tipp: Selbst wenn in deinem gewünschten Versicherungspaket nicht alle diese Punkte erfüllt werden, kannst du bei den meisten Versicherungen eine entsprechende Zusatzversicherung abschließen. Wende dich dafür einfach an deine Versicherung beziehungsweise an deinen Versicherungsmakler!


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So berechnen sich Kfz-Versicherungen

Haftpflichtversicherung

Wenn man im Internet nach Kfz-Versicherungen Ausschau hält und Preise vergleicht, fällt eines schnell auf: die Preise für die Versicherungen variieren stark voneinander. Doch woran liegt das? Für Haftpflichtversicherungen werden für die Berechnung des Versicherungspreises einige Faktoren mit einberechnet.

  1. Haftpflicht mit oder ohne Kasko: Erst einmal musst du entscheiden, ob du lediglich eine Haftpflichtversicherung für dein Auto abschließen möchtest oder ob du ebenfalls eine Kasko-Versicherung haben möchtest. Das Kombipaket aus Haftpflicht- und Kasko-Versicherung ist meistens günstiger als wenn du die beiden Versicherungen separat abschließt, dennoch kostet eine Kasko-Versicherung monatlich viel Geld und so solltest du dir im Vorhinein Gedanken dazu machen, ob so eine Versicherung für dich Sinn ergibt. Gerade bei älteren Fahrzeugen ist die zusätzliche Kasko-Versicherung oft recht teuer.
  2. Objektive Faktoren: Ebenfalls hängt der Preis der Versicherung von objektiven Faktoren wie Fahrzeugmodell, Baujahr, Treibstoff und CO2-Ausstoß und auch der Motorleistung des Autos ab. Bei Elektrofahrzeugen wird die Motorleistung nach kW des Motors berechnet.
  3. Subjektive Faktoren: Auch subjektive Faktoren werden bei der Berechnung mit einbezogen: so werden die gefahrenen Kilometer pro Jahr, das Alter des Fahrers und die persönliche Bonus-/Malusstufe ebenfalls berücksichtigt.

Kasko-Versicherung

Bei Kasko-Versicherungen hängt die Berechnung des Preises ebenfalls von einigen Faktoren ab.

  1. Typklasse: Autos werden aufgrund ihrer Schadens- und Unfallbilanz unterschiedlichen Typklassen zugeordnet, die auf Basis der jährlichen Unfallstatistik entstehen. Die Zuordnung zu den Typklassen ändert sich dadurch jährlich und wird immer wieder neu angepasst. Je höher das Risiko ist mit diesem Fahrzeugtyp in einen Unfall zu geraten, desto höher ist die Prämie für die Versicherung. Bei der Typklasseneinstufung kommen E-Autos tendenziell besser weg als Verbrenner und sind somit in vielen Fällen günstiger zu versichern als Verbrenner.
  2. Regionalklasse: Die Regionalklasse deines Autos hängt davon ab, in welcher Region die Zulassung erfolgte. So wird beispielsweise in Städten eine höhere Prämie verlangt als im ländlichen Gebiet mit weniger Verkehrsaufkommen.
  3. Schadenfreiheitsklasse: Maßgeblich für die Berechnung ist ebenfalls die Schadenfreiheitsklasse und der Schadensfreiheitsrabatt. Wenn du schadenfrei fährst, hast du eine günstigere Klasse als jemand, der schon ein oder mehrere Male in Unfälle verwickelt war.
  4. Selbstbeteiligung: Sowohl für Teil- als auch für Vollkasko kann eine Selbstbeteiligung vereinbart werden die beschreibt, wie viel Geld der Besitzer beim Unfall selber zahlt. Je höher die Selbstbeteiligung, desto niedriger ist die Versicherungsprämie.
  5. Fahrer: Zudem ist für die Berechnung wichtig, wie alt der Fahrer ist und ob dieser Punkte hat. Zudem ist es günstiger, wenn nur eine Person auf das Auto versichert ist und nicht mehrere Personen.
  6. Garage: Schließlich zählt ebenso dazu, wie alt das Fahrzeug und ob es eine Garage oder ein Carport gibt, in dem das Auto geschützt stehen kann.
  7. Eltern: Da bewiesen ist, dass Eltern, die mit Kindern im Haushalt leben, vorausschauender fahren, ist ein Rabatt für Eltern möglich.
  8. Zahlung: Ebenfalls hat die Zahlungsweise einen Einfluss auf die Summe der Versicherung. Denn meist sind jährliche Zahlungen günstiger als Zahlungen, die vierteljährlich oder monatlich erfolgen. Zudem gibt es teilweise Rabatte für das Zahlen mit Lastschriftverfahren.


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Vollkasko oder Teilkasko-Versicherung

Bei den Versicherungen lässt sich zwischen Vollkasko und Teilkasko unterscheiden. Dabei übernimmt die Teilkasko-Versicherungen Schäden, die durch äußere Einflüsse geschehen sind. Beispielsweise ist ein Baum auf das Auto gefallen oder es gibt einen Schaden durch Marderbisse. Die Vollkasko hingegen übernimmt zusätzlich Schäden, die der Fahrzeughalter selbst verursacht hat, wie das Fahren gegen einen zu hohen Bordstein oder eine Laterne. Ob du eine Voll- oder Teilkasko-Versicherung benötigst, hängt klar von deinen individuellen Umständen ab. Dennoch lohnt sich in den meisten Fällen bei neuen E-Autos solch eine Versicherung. Doch selbst wenn du dich gegen eine Kasko-Versicherung entscheidest: Die zusätzliche Versicherung des Akkus lohnt sich allemal. Hierfür gibt es beispielsweise die All-Risk-Abdeckung, die bei den meisten Versicherungen als Zusatzpaket dazu gebucht werden kann. Hierbei ist der Akku wie in einer Vollkasko abgesichert. Dennoch sollte man hier auf die Ausnahmen achten, diese sind in der Regel: Konstruktionsfehler, Verschleiß und chemische Reaktionen. Für solch eine All-Risk-Versicherung muss man mit Kosten von etwa 20-40€ im Monat rechnen.

Die beste Versicherung für dein E-Auto

Welcher Anbieter die beste Versicherung für dein E-Auto im Angebot hat, ist nicht leicht pauschal zu beantworten. Denn wie du schon im Laufe des Artikels mitbekommen hast, sind Preise für eine Versicherung sehr individuell und von vielen Faktoren abhängig. Zudem gibt es zahlreiche Versicherungen, die ebenfalls spezielle Pakete für E-Autos anbieten. Es bietet sich also am ehesten an bei den großen Vergleichsportalen zu schauen, welche Versicherungen welche Leistungen zu welchem Preis bieten. Wenn du in Deutschland wohnst, ist eines der beliebtesten Vergleichsportale für Versicherungen Check24. Die beliebteste Plattform für den Versicherungsvergleich in Österreich ist Durchblicker. Auf beiden Plattformen kannst du passende Versicherungen finden. Wir empfehlen dir jedoch dringend, auch noch andere Plattformen zu besuchen und auch bei Versicherungen direkt anzufragen, da Vergleichsportale in der Regel nicht alle Angebote listen. Wenn du persönliche Beratung schätzt, empfehlen wir dir unabhängige Versicherungsmakler. Diese findest du in jeder Stadt, oft mit eigenem Büro wo du dich ausführlich und versicherungsübergreifend beraten lassen kannst.

Häufig gestellte Fragen

Das ist abhängig von vielen verschiedenen Faktoren wie Automodell und Alter des Fahrers.

Die Haftpflichtversicherung ist Pflicht in Deutschland und Österreich und übernimmt im Falle eines Unfalls die Kosten für Schäden an anderen Autos.

Das hägt von deiner individuellen Situation ab und lässt sich nicht klar sagen. Alle Details zu den Kasko-Versicherungen findest du im Artikel.

Über die Autorin:

Birte ist seit 2021 Redakteurin bei emiwa und unsere Expertin für den hauseigenen Ratgeber. Sie begeistert sich für nachhaltige Mobilitätslösungen, studiert Publizistik im Master und schreibt die Ratgebertexte am liebsten in einem der vielen Wiener Kaffeehäuser.

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