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E-Auto-Trends bei deutschen Marken: Der Überblick

E Auto Trends

Von Max Beck // Aktualisiert: 01.06.2020

Wohin geht die Reise bei der Elektromobilität bei den traditionellen deutschen Herstellern Audi, Mercedes, VW, Porsche, Opel und BMW? Welche Fahrzeuge kommen in Kürze auf den Markt? Erfahre in unserem Überblicksartikel, was dich in den kommenden Monaten erwartet!


Lange war Elektromobilität von deutschen Traditionsherstellern in der Regel vor allem eines: eine teure Angelegenheit. Wenn es überhaupt E-Autos im Angebot gab. Die wenigen verfügbaren Fahrzeuge sind wie der Audi e-tron oder der Mercedes EQC mehrheitlich in der Oberklasse angesiedelt. Die seltenen elektrisch betriebenen Kleinwagen wie der BMW i3 sind in der Regel deutlich teurer als ihre Pendants mit Verbrennungsmotor. Auch großzügige Förderungen in Österreich und Deutschland haben nichts daran geändert, dass die meisten E-Autos mit praktikabler Reichweite für die meisten Menschen als Neuwagen unerschwinglich sind. Höchste Zeit für einen Blick in die nahe Zukunft, was uns auf dem Markt der E-Autos von deutschen Herstellern erwartet!

Teure Modelle zuerst

Beim Blick auf den aktuellen E-Auto-Markt fällt auf, dass etablierte Marken wie BMW, Mercedes und Audi zunächst mit teuren Modellen großer Limousinen oder SUV auf den Markt kommen. Doch warum ist das so? Dafür gibt es mehrere Gründe. Zum einen kostet Autos zu entwickeln Geld – sehr viel Geld. Bei Luxusfahrzeugen der Oberklasse sind die Margen in der Regel deutlich höher als bei Kleinwagen, sodass in der Regel schneller eine wirtschaftliche Fertigung erreicht werden kann. Zudem vermuten manche Hersteller in der Oberklasse mehr Bereitschaft, sich auf Neues einzulassen. Auch gilt die Oberklasse traditionell als Technologieträger eines Herstellers.

Exemplarisch vorgemacht hat es Tesla: Zunächst kam der Sportwagen Tesla Roadster 2008 als Kleinserienfahrzeug auf den Markt. Es folgte ab 2012 das Model S, das ebenso wie das ab 2015 ausgelieferte Model X im teuren Premiumsegment angesiedelt ist. 2017 folgte dann erst das erschwinglichere Model 3 – ein Fahrzeug der Mittelklasse. Ein noch erschwinglicherer Kleinwagen ist von Tesla bereits angekündigt, vor 2023 ist jedoch nicht mit diesem zu rechnen. „Top-Down“ lautet also das Prinzip der allermeisten Hersteller bei der Einführung von E-Autos.

Modelle Herbst 2020 bis Ende 2021

Im Folgenden geben wir dir einen Überblick über die spannendsten Fahrzeuge der deutschen Hersteller VW, Audi, Mercedes, BMW, Opel und Porsche, die für die Zeit bis Ende 2021 angekündigt sind. Ein Trend ist dabei eindeutig: Es kommen immer mehr kleine und erschwingliche Modelle auf den Markt.

Volkswagen

Seit kurzem ist der VW ID.3 erhältlich, der immer wieder als „Golf der Elektroära“ bezeichnet wird und für VW von zentraler Bedeutung für die weitere Entwicklung ist. Noch im Jahr 2020 soll der VW ID.4 starten, ein SUV auf der gleichen Plattform, der eine ähnliche Breitenwirkung wie der ID.3 entfalten dürfte. Wohl im Laufe des Jahres 2021 kommt der ID.5 auf den Markt, der gegen den konzerneigenen Audi e-tron und das Tesla Model X positioniert wird – und damit definitiv kein erschwinglicher Kleinwagen ist. Damit dürfte VW innerhalb kurzer Zeit seinen Rückstand in Sachen E-Mobilität aufgeholt haben und ein maßgeblicher Antreiber für E-Mobilität im Massenmarkt werden.

BMW

Die Bayern gehörten mit dem i3 zu den Pionieren der Elektromobilität in Deutschland – waren ihrer Zeit allerdings voraus. Mittlerweile wirkt der i3 nicht mehr ganz frisch und technologisch up to date. Neue E-Autos? Bislang Fehlanzeige bei BMW. Noch hinkt BMW den Entwicklungen ein wenig hinterher: Während andere Hersteller mit zeitgemäßen Modellen bereits auf dem Markt sind, dauert es bei BMW noch ein wenig. Der an den Bestseller X3 angelehnte Vollstromer iX3 wird 2021 in Europa auf dem Markt kommen und gehört zu den spannendsten Modellen im SUV-Bereich – mit einer Reichweite von bis zu mehr als 450km nach WLTP.

Mercedes Benz

Auch Mercedes ist vergleichsweise spät dran beim Thema E-Mobilität. Traditionelles Aushängeschild und Technologieträger der Schwaben ist die wuchtige Luxuslimousine S-Klasse, die 2021 wohl ihr elektrisches Pendant bekommt: Den Mercedes EQS. Der kommt mit einer angeblichen Reichweite von bis zu 700km und soll vor allem die traditionellen Stärken von Mercedes betonen: Luxus, Komfort und Technologie. Ebenfalls 2021 kommt das Pendant zum GLA, der EQA, auf den Markt. Mit Reichweiten von um die 400 km ist der vergleichsweise kleine SUV immer noch alltagstauglich, wohl aber deutlich erschwinglicher als der EQC, der schon seit längeren auf dem Markt ist.

Audi

Bei Audi starten zwei Kompakt-SUV, der Audi Q4 e-tron und der Q4 Sportback e-tron. Auch der Nachfolger des Audi TT, der vollelektrische eTTron, erblickt auf Basis des VW ID.3 die Welt. Und auch im Sportwagensegment kommt ein spannendes Fahrzeug auf den Markt, der Audi e-tron GT. Dabei handelt es sich um das Pendant zum Porsche Taycan, der mit seinem gelungenen Design sicher ein Erfolg werden wird.

Porsche

Auch bei Porsche schreitet die Elektrisierung voran – auch wenn das Flaggschiff 911 bislang unangetastet ist. 2021 kommt das vollelektrische Pendant zum Macan auf den Markt, der Macan II. Neben der Modellpflege für den Taycan kommt auch die „Kombi“-Version Taycan Cross Turismo auf den Markt.

Opel

Die Rüsselsheimer starten mit dem Opel Mokka e ins Segment der Elektro-Kompakt-SUV. Mit dem Transporter Vivaro-e und dem Minibus Zafira-e kommen zwei funktionale Fahrzeuge für Handwerker bzw. Großgruppen auf den Markt, die ihre Insassen bzw. ihr Ladegut vollelektrisch voranbringen. Damit steuert der PSA-Konzern mit seiner Marke Opel auch konsequent in Richtung Flottenelektrisierung.


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Über den Autor:

Max ist seit 2020 Geschäftsführer von emiwa. Seine Leidenschaften für Elektromobilität und Journalismus kann er in unserem hauseigenen Ratgeber perfekt ausleben. Oft findet man ihn am Wochenende bei einem Ausflug mit dem Elektroauto – am liebsten in den Bergen oder an einem See.

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