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E-Auto-Trends bei deutschen Marken: Der Überblick

E Auto Trends

Von Max Beck // Aktualisiert: 20.04.2022

Wohin geht die Reise bei der Elektromobilität bei den traditionellen deutschen Herstellern Audi, Mercedes, VW, Porsche, Opel und BMW? Welche Fahrzeuge kommen in Kürze auf den Markt? Erfahre in unserem Überblicksartikel, was dich in den kommenden Monaten erwartet!


Das Wichtigste auf einen Blick

  • Deutsche Hersteller setzen auch in Zukunft auf Elektromobilität.
  • Zuerst kommen teure Modelle auf den Markt.
  • Zudem wird die Elektrifizierung etablierter Modelle wichtiger.

Lange war Elektromobilität von deutschen Traditionsherstellern in der Regel vor allem eines: eine teure Angelegenheit. Wenn es überhaupt E-Autos im Angebot gab. Die wenigen verfügbaren Fahrzeuge sind wie der Audi e-tron oder der Mercedes EQC mehrheitlich in der Oberklasse angesiedelt. Die seltenen elektrisch betriebenen Kleinwagen wie der BMW i3 sind in der Regel deutlich teurer als ihre Pendants mit Verbrennungsmotor. Auch großzügige Förderungen in Österreich und Deutschland haben nichts daran geändert, dass die meisten E-Autos mit praktikabler Reichweite für die meisten Menschen als Neuwagen unerschwinglich sind. Höchste Zeit für einen Blick in die nahe Zukunft und was uns auf dem Markt der E-Autos von deutschen Herstellern erwartet!

Teure Modelle zuerst

Beim Blick auf den aktuellen E-Auto-Markt fällt auf, dass etablierte Marken wie BMW, Mercedes und Audi zunächst mit teuren Modellen großer Limousinen oder SUV auf den Markt kommen. Doch warum ist das so? Dafür gibt es mehrere Gründe. Zum einen kostet Autos zu entwickeln Geld – sehr viel Geld. Bei Luxusfahrzeugen der Oberklasse sind die Margen in der Regel deutlich höher als bei Kleinwagen, sodass in der Regel schneller eine wirtschaftliche Fertigung erreicht werden kann. Zudem vermuten manche Hersteller in der Oberklasse mehr Bereitschaft, sich auf Neues einzulassen. Auch gilt die Oberklasse traditionell als Technologieträger eines Herstellers.

Exemplarisch vorgemacht hat es Tesla: Zunächst kam der Sportwagen Tesla Roadster 2008 als Kleinserienfahrzeug auf den Markt. Es folgte ab 2012 das Model S, das ebenso wie das ab 2015 ausgelieferte Model X im teuren Premiumsegment angesiedelt ist. 2017 folgte dann erst das erschwinglichere Model 3 – ein Fahrzeug der Mittelklasse. Ein noch erschwinglicherer Kleinwagen ist von Tesla bereits angekündigt, vor 2023 ist jedoch nicht mit diesem zu rechnen. „Top-Down“ lautet also das Prinzip der allermeisten Hersteller bei der Einführung von E-Autos.


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Elektrifizierung etablierter Modelle

Dennoch lässt sich erkennen, dass die meisten Autohersteller nach und nach an der Elektrifizierung aller etablierten Automodelle arbeiten. So versuchen sie ein breites Spektrum an verschiedenen Fahrzeugklassen auch in elektrischer Form zu bringen, um so verschiedene Gruppen zu adressieren. Und das nicht ohne Grund: Denn die Zulassungszahlen von Elektroautos steigen jährlich. Das Elektroauto wird also immer attraktiver für viele Menschen und erobert den Markt. So elektrifiziert VW beispielsweise sowohl seinen Golf, als auch den Up und den VW-Bus, um nachhaltigere und modernere Varianten der klassischen Autos mit Verbrennungsmotor zu bieten. Opel hingegen bietet neben klassischen Automodellen ebenfalls mehrere Nutzfahrzeuge in elektrischer Variante an. Generell lässt sich also sagen, dass die deutsche Automobilindustrie Elektromobilität stark voran treibt und versucht, sich breit aufzustellen.


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E-Auto Modelle der deutschen Hersteller

Volkswagen

VW will seine Elektroauto-Flotte ausweiten und bis 2025 sechs Milliarden Euro in die Produktion von neuen Elektroauto-Modellen investieren. Dabei hat VW bereits einige E-Autos im Petto:

  • VW ID.3: Das kompakte und schnittige E-Auto und ein absoluter Allrounder.
  • VW ID.4: Die Mittelklasse von VW und Weltauto des Jahres 2021.
  • VW ID.5: Der perfekte Mix aus Coupé und SUV ist seit Anfang des Jahres 2022 auf dem Markt.
  • VW e-up: Der Kleinwagen ist der Kundenliebling (allerdings: momentaner Bestellstop aufgrund hoher Nachfrage).
  • VW eGolf: Der Klassiker ist auch in Elektrovariante verfügbar.

Allerdings gibt sich VW nicht mit seinen bisherigen Autos zufrieden und hat noch einiges vor. Hier sind einige E-Autos, die VW in den nächsten Jahren auf den Markt bringen möchte:

  • Der e-up ist momentan nicht lieferbar, weshalb ein äquivalenter Kleinwagen auf den Markt kommen soll, der die Nachfrage stillt: der ID.2. Vor 2023 ist mit dem ID.2 aber nicht zu rechnen.
  • Noch dieses Jahr soll der klassische VW-Bus elektrisch werden und der elektrische Bus ID.Buzz auf den Markt kommen. Der ID.Buzz wird Platz für 8 Personen haben.
  • Auch der Passat soll elektrisch werden und mit futuristischem Design 2022 auf den Markt kommen. 2023 soll die Auslieferung beginnen. Unter dem Namen ID.6 überzeugt das neue E-Auto mit hoher Reichweite von über 650 km und Allradantrieb.
  • Der ID.R ist ein rein elektrischer Rennwagen, der 680 PS hat und bei Teststrecken bereits 2019 eine Geschwindigkeit von 270 km erreichte. VW arbeitet weiterhin an der Optimierung des ID.R.

BMW

BMW gehörte mit dem i3 zu den Pionieren der Elektromobilität in Deutschland und waren ihrer Zeit voraus. Allerdings hat sich das inzwischen geändert. Denn BMW hat immer noch nur zwei Elektroautos im Petto: den BMW i3 und die SUV BMW iX3 bzw. iX. BMW nimmt sich allerdings vor, dass bis 2030 die Hälfte aller verkauften BMW-Modelle Elektroautos sind. Bis 2025 will BMW 13 neue Elektroautos auf den Markt bringen. Hier sind zwei Modelle, die bei BMW in naher Zukunft auf den Markt kommen werden:

  • Der beliebte 7er BMW wird elektrifiziert und kommt 2022 als BMW i7 auf den Markt. Bei ihm kann mit einer Reichweite von etwa 600 km gerechnet werden.
  • Auch der kleine SUV BMW X1 wird elektrisch und erscheint als iX1 Ende 2022/Anfang 2023.

Mercedes Benz

Auch Mercedes ist vergleichsweise spät dran beim Thema E-Mobilität, bietet aber inzwischen schon einige Autos in elektrischer Form an. Diese E-Autos sind bereits bei Mercedes zu haben:

  • EQC: Das erste E-Auto von Daimler mit einer Reichweite von bis zu 400 km.
  • EQV: Die Großraumlimousine ist das E-Auto für die ganze Familie.
  • EQS: Das Luxus-E-Auto von Mercedes-Benz ist seit 2021 auf dem Markt.
  • EQA: Die verbesserte Form des EQC ist der SUV EQA.
  • EQB: Seit Ende 2021 ist der EQB auf dem Markt und macht dem ID.4 und Tesla Model Y Konkurrenz.
  • eVito: Mercedes-Benz hat mit dem neuen eVito ein praktisches Nutzfahrzeug auf den Markt gebracht.
  • eVito Tourer: Der eVito Tourer ist ein elektrischer Van und ermöglicht Urlaub mit der ganzen Familie. Ihn gibt es auch in extralanger Variante.
  • eSprinter: Auch den praktischen Sprinter gibt es seit 2020 in elektrischer Variante.
  • EQE: Seit Mitte März 2022 ist das neueste Modell von Mercedes-Benz erhältlich: der EQE. Die Luxus-Limousine überzeugt mit einer hohen Reichweite von 660 km.

Zwar hat Mercedes schon einige E-Autos im Angebot, allerdings sollen bereits 2022 noch weitere zwei Modelle erscheinen:

  • EQE SUV: Im November 2022 wird der EQE SUV vorgestellt, der um die 75.000€ kosten und eine Reichweite von circa 660 km haben wird.
  • EQS SUV: Der EQS SUV wird in wenigen Tagen, am 19.4.22, vorgestellt und soll noch 2022 in den Verkauf gehen. Dabei handelt es sich um einen luxuriösen SUV, dessen Preis auch bei stolzen 120.000€ (in etwa) liegen wird.

Audi

Auch Audi hat in den vergangenen Jahren bereits E-Autos auf den Markt gebracht, beginnend mit dem e-tron von 2018 und setzt auch in Zukunft vermehrt auf Elektromobilität. So wollen sie bis 2025 zwanzig Elektroautos an den Start bringen. Das sind die E-Autos, die von Audi bisher erhältlich sind:

  • e-tron: Das erste E-Auto von Audi ist nicht nur alltagstauglich, sondern auch sportlich und somit ein Allrounder.
  • e-tron Sportsback: Der e-tron Sportsback ist die sportlichere Variante des klassischen E-Tron und hat eine höhere Leistung.
  • e-tron GT: Der e-tron Gt ist der Bruder des Porsche Taycan und ist der E-Sportwagen von Audi.
  • Q4 e-tron: Der Q4 ist ein zwar kompakter SUV, überzeugt aber mit großzügigem Raumangebot.
  • TT e-tron: Der TT e-tron ist ein Crossover aus Coupé und Roadster und bietet Sportlichkeit und Luxus gleichzeitig.

Audi setzt auch in den kommenden Jahren auf Elektromobilität und bringt einige neue E-Autos auf den Markt. In naher Zukunft wird bei Audi besonders ein Auto interessant: der A6 E-Tron. Bereits 2023 ist es so weit und die elektrische Oberklasse kommt auf den Markt, der Preis ist allerdings noch offen.

Porsche

Natürlich ist auch Porsche inzwischen auf den E-Auto-Trend aufgesprungen und hat bereits ein Elektroauto und zwei Hybrid-Autos im Sortiment. Das wohl bekannteste E-Auto-Modell von Porsche ist der Taycan. Der Taycan ist das erste und einzige Elektroauto von Porsche und ist nicht nur sportlich und schnittig, sondern hat auch eine gute Reichweite von über 400 km. Den Porsche Taycan gibt es seit Frühling 2022 in sieben verschiedenen Varianten mit unterschiedlichen Leistungen und ist somit individualisierbar. Auch Porsche setzt in Zukunft auf E-Mobilität und so lässt sich ihn Zukunft mit weiteren elektrisierten Modellen rechnen. Mit diesen Trends ist zu rechnen:

  • Porsche Macan: 2023 kommt beispielsweise der Porsche Macan auf den Markt und ist somit das elektrische Äquivalent zum bisherigen Macan mit Verbrennungsmotor.
  • Porsche Boxster: Ab 2025 soll es zudem den Porsche Boxster in elektrischer Variante bieten. So setzt Porsche in Zukunft auf E-Sportwagen.
  • Porsche Cayman: Ab 2015 soll ebenfalls der Porsche Cayman aus der 718-Baureihe elektrifiziert werden.

Opel

Auch der Rüsselsheimer Hersteller Opel hat schon erfolgreich einige Elektroautos auf den Markt gebracht und versucht verschiedene Fahrzeugklassen in elektrischer Form anzubieten. Diese E-Autos gibt es bereits jetzt bei Opel zu kaufen:

  • Combo-e Life: Der Combo-e Life ist ein absoluter Allrounder und bietet genug Platz für Familien von bis zu sieben Personen.
  • Corsa-e: Der Corsa-e ist das Äquivalent zum Corsa mit Verbrennungsmotor und ist dem Kleinwagen-Segment zuzuordnen.
  • Mokka-e: Der Mokka-e ist das erste rein elektrische SUV-Model von Opel.
  • Rocks-e: Der Rocks-e sieht eher unkonventionell aus und ermöglicht es bereits mit Jugendlichen mit 15 Jahren und der Führerscheinklasse AM1 in die Elektromobilität einzusteigen. Es handelt sich um ein Auto der Kategorie Sustainable Urban Mobility (SUM).
  • Combo-e Cargo: Der Combo-e Cargo ist ein praktisches Nutzfahrzeug von Opel und fährt natürlich rein elektrisch.
  • Movano-e: Der Movano-e ist ein noch größeres elektrisches Nutzfahrzeug und versucht Produktivität zu maximieren und Betriebskosten zu senken.
  • Vivaro-e: Der Vivaro-e ist ebenfalls ein elektrisches Nutzfahrzeug und bietet Flexibilität und Komfort für Unternehmen.
  • Zafira-e Life: Der Zafira-e Life eignet sich sowohl für Familien als auch für Unternehmen und bietet Platz für bis zu 9 Personen. Man kann ihn in drei verschiedenen Größen kaufen.

Doch auch In Zukunft setzt Opel weiterhin auf Elektromobilität. So gibt Opel an, ab 2024 alle Modelle ebenfalls in elektrischer Variante anbieten zu wollen. Zudem möchten sie bis 2028 komplett auf E-Mobilität umsteigen und in Europa keine Verbrenner mehr verkaufen. Als Nächstes wird wohl der Opel Astra in 2023 als Elektroauto erscheinen und somit das E-Auto-Sortiment von Opel erweitern.

Über den Autor:

Max ist Gründer und Geschäftsführer von emiwa. Seine Leidenschaften für Elektromobilität und Journalismus kann er in unserem hauseigenen Ratgeber perfekt ausleben. Oft findet man ihn am Wochenende bei einem Ausflug mit dem Elektroauto – am liebsten in den Bergen oder an einem See.

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