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Elektroauto oder Wasserstoffauto

Geparkte Autos

Von Birte Leonhardt // Aktualisiert: 20.04.2022

Die Zahl an Verbrennern auf den Straßen sinkt stetig und immer mehr Leute interessieren sich für Autos mit alternativen Antriebsarten. Doch wer sich für den Kauf eines solchen Autos interessiert, stößt schnell auf die Frage: Soll es ein Wasserstoff- oder Elektroauto sein? Wir erklären dir im Artikel, worin die Unterschiede zwischen diesen beiden Antriebsarten liegen und welcher Technologie du den Vorrang geben solltest!

Inhaltsverzeichnis

Elektroauto

Wasserstoffauto


Das Wichtigste auf einen Blick

  • Elektroautos und Wasserstoffautos haben beide Vor- und Nachteile.
  • Gerade die fehlende Infrastruktur ist jedoch ein großer Nachteil von Wasserstoffautos.
  • Im Bereich PKW haben sich Elektroautos de facto gegen Wasserstoffautos durchgesetzt, der Zukunft von Wasserstoff ist eher im Bereich LKW zu sehen.

Elektroauto

Technik

Ein Elektroauto hat keinen Motor, der auf der Verbrennung von Kraftstoffen (Diesel oder Benzin) basiert. Im E-Motor wird stattdessen die elektrische Energie durch Magnetfelder in mechanische Energie, also Beschleunigung, umgesetzt. Dabei stoßen sich die Magnetfelder immer wieder ab und ziehen sich an, wodurch das Elektroauto angetrieben wird. Zentral sind im E-Auto vier technische Komponenten: die Hochvoltbatterie, die Niedervoltbatterie, der Elektromotor und der Ladeanschluss. Die Hochvoltbatterie bildet das Herzstück und ist das teuerste Bauteil des E-Autos, denn hier ist ein Lithium-Ionen-Akku verbaut. Von der Leistung dieser Hochvoltbatterie hängt auch die Reichweite des E-Autos ab. Für die Beleuchtung, das Radio, den Scheibenwischer und Co wird zudem eine Niedervoltbatterie benötigt, die die Bordelektronik mit Strom versorgt. Schließlich gibt es noch den Ladeanschluss, dieser entspricht etwa dem Tankdeckel eines Verbrenners und über ihn führt man dem Elektroauto Strom zu.

Reichweite

Die Forschung rund um Elektroautos entwickelt sich immer weiter und so steigern sich auch die Reichweite von Elektroautos. So liegt die realistische Reichweite eines Elektroautos bei bis zu 500 km pro Ladung. Mit manchen Modellen, beispielsweise von Tesla oder Mercedes, kommt man sogar noch weiter.


In unserem Ratgebertext erfährst du mehr zu den Reichweiten von Elektroautos.

Kosten

Die Anschaffungskosten eines Elektroautos sind deutlich teurer als die Anschaffungskosten eines Verbrenner-Modells. Doch es gibt Förderung für Elektroautos, die die Anschaffungskosten deutlich sinken lassen. Zudem sind die laufenden Kosten für Elektroautos circa 50 % geringer als bei Wasserstoffautos.


In unseren Ratgeberartikeln erfährst du mehr zur Elektroauto-Förderung in Deutschland und Österreich.

Vorteile

  1. Lokal emissionsfrei: Mit dem Elektroauto fährt man lokal emissionsfrei. Das bedeutet, dass man bei dem Fahren des E-Autos keine CO2-Emissionen ausstößt. Dabei sollte man aber bedenken, dass Elektroautos nur so sauber sind, wie ihr Strom und so sollte man darauf achten, dass man das E-Auto ausschließlich mit Ökostrom aus erneuerbaren Energien lädt.
  2. Effizienz: Elektroautos haben eine hohe Energieeffizienz. So werden circa 70 Prozent des Stroms auch für den Antrieb verwendet. Beim Wasserstoffauto sind dies lediglich rund 20 Prozent.
  3. Infrastruktur: Die Infrastruktur für Elektroautos ist deutlich besser ausgebaut als die Infrastruktur für Wasserstoffautos, sodass man auch im ländlichen Raum keine Probleme mit fehlenden Ladestationen hat.
  4. Rekuperation: Durch Rekuperation kann man Energie zurückgewinnen und somit Akku sparen und die Reichweite erhöhen. Beim Wasserstoffauto ist dies nicht möglich.
  5. Sicherheit: Wasserstoffautos wie Elektroautos sind in der Regel genau so sicher wie Verbrenner und haben somit auch bei Unfällen keine Nachteile.

Nachteile

  1. Laden: Das Laden des Elektroautos ist an sich nicht kompliziert, allerdings spielt der Faktor Zeit eine große Rolle. So kann das Laden an einer AC-Station schnell mal 8 bis 10 Stunden dauern und DC-Ladestationen sind gerade in ländlichen Gebieten nicht stark verbreitet. Man muss also die Pausen zum Laden gut planen.
  2. Reichweite: Die Reichweite von Elektroautos variiert je nach Temperatur und Modell, sodass man bei längeren Fahrten Pausen zum Laden einplanen muss.
  3. Lieferzeit: Elektroautos sind aus gutem Grund beliebt und so sind die Lieferzeiten teilweise sehr lang, sodass man auf sein Traum-E-Auto eine Weile warten muss.


Wenn du mehr zu Lieferzeiten von Elektroautos erfahren möchtest, solltest du unseren Ratgeberatikel lesen.


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Wasserstoffauto

Technik

Ein Auto mit Wasserstoffantrieb hat genau wie ein Elektroauto keinen Verbrennungsmotor und funktioniert mit einer Brennstoffzelle. Mit Hilfe dieser Brennstoffzelle wird in einer chemischen Reaktion Wasserstoff zu Strom umgewandelt, was schließlich das Auto über einen Elektromotor antreibt. Im Grunde ist das Wasserstoffauto also auch ein Elektroauto, der Unterschied ist jedoch der, dass die Energie während der Fahrt erzeugt wird. Anders als ein Elektroauto hat ein Wasserstoffauto auch einen Auspuff, hier entweicht aber lediglich Wasserdampf, was das Wasserstoffauto lokal emissionsfrei macht. Beispiele für Wasserstoffautos sind der Toyota Mirai oder der Hyundai Nexo.

Reichweite

Wasserstoffautos schaffen eine Reichweite, die mit Benzinern und Dieselautos mithalten können. So liegt die Reichweite pro Tankfüllung meist zwischen 500 und 800 km. Somit schneiden die Wasserstoffautos in der Reichweite besser ab als Elektroautos.

Kosten

Wasserstoffautos sind ebenfalls deutlich teurer in der Anschaffung als Verbrenner. Dennoch gibt es ebenfalls eine Förderung für Wasserstoffautos, sodass die Wasserstoffautos nur noch marginal teurer sind in der Anschaffung als Diesel oder Benziner. Eine staatliche Förderung von Wasserstoffauto ist möglich.

Vorteile

  1. Emissionsfrei: Klare Vorteile eines Wasserstoffautos sind, dass du, genau wie mit dem Elektroauto, lokal emissionsfrei unterwegs bist und somit die Umwelt schonst.
  2. Tankzeit: Zudem besteht beim Wasserstoffauto eine extrem kurze Tankzeit, sodass ein Wasserstoffauto in etwa 5 Minuten komplett vollgetankt ist.
  3. Reichweite: Auch die Reichweite eines Wasserstoffautos überzeugt, denn sie können locker mit den Verbrennern mithalten und haben so auch eine höhere Reichweite als Elektroautos.
  4. Widerstandsfähigkeit: Anders als ein Elektroauto ist ein Wasserstoffauto auch recht robust und widerstandsfähig gegen Kälte.
  5. Sicherheit: Tests zeigen zudem, dass Wasserstoffautos auch bei Unfällen sicher sind.
  6. Tanken: das Tanken eines Wasserstoffautos ist einfach und erfolgt, anders als beim Elektroauto, innerhalb weniger Minuten.

Nachteile

  1. Wasserstoff: Ein klarer Nachteil ist, dass Wasserstoff, in der reinen Form, in der er für das Tanken von Autos benötigt wird, nicht natürlich vorkommt und somit extra hergestellt werden muss.
  2. Fossile Energien: Für die Herstellung von Wasserstoff wird heutzutage meist ein hoher Anteil an fossilen Energien benötigt, was das Wasserstoffauto weniger nachhaltig werden lässt.
  3. Tankstellen: Der Ausbau von Wasserstoff-Tankstellen ist noch sehr schlecht ausgebaut und so benötigen längere Strecken mit dem Wasserstoffauto einige Planungen. In ganz Deutschland gibt es momentan nur etwa 100 Tankstellen für Wasserstoffautos.
  4. Preis: Wasserstoffautos sind teuer. Durch die sich erst entwickelnde Technik sieht man zudem nur selten Wasserstoffautos auf den Straßen.
  5. Technik: Die Technik von Wasserstoffautos ist noch nicht ausgereift und benötigt noch einiges an Forschung, damit es zu einer realistischen Alternative zu Verbrennern werden kann.

Fazit

Sowohl Wasserstoffautos als auch Elektroautos bilden emissionsfreie Alternativen zu Verbrennern und haben beide Vor- und Nachteile. Dennoch benötigt die Forschung zu Wasserstoffautos noch mehr Zeit und so haben Elektroautos momentan einen klaren Vorteil. Denn nicht nur ist die Forschung hier weiter, auch die Ladeinfrastruktur in Deutschland und Europa ist deutlich besser ausgebaut und macht das Elektroauto deshalb momentan zu einem praktischeren Auto, das auch im Alltag einfach genutzt werden kann. Zudem kann man sein Elektroauto zuhause laden, beim Wasserstoffauto geht dies nicht. Man ist also auf öffentliche Lademöglichkeiten angewiesen, die es momentan noch zu selten gibt. Insgesamt stellt also besonders die mangelnde Infrastruktur für Wasserstoffautos ein großes Problem dar, was das Wasserstoffauto noch nicht Alltags-freundlich werden lässt!

Unsere Meinung: Wasserstoffautos sind für die meisten privaten Autofahrer nicht sinnvoll, da sie mangels passender Infrastruktur schlicht unpraktikabel sind. Allerdings hat Wasserstoff insbesondere für die Luft- und Schifffahrt sowie für LKWs und Busse großes Potenzial.


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Über die Autorin:

Birte ist seit 2021 Redakteurin bei emiwa und unsere Expertin für den hauseigenen Ratgeber. Sie begeistert sich für nachhaltige Mobilitätslösungen, studiert Publizistik im Master und schreibt die Ratgebertexte am liebsten in einem der vielen Wiener Kaffeehäuser.

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