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Elektroauto kostenlos parken

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Von Johanna Riedl // Aktualisiert: 24.05.2022

Wer kennt es nicht: Die Innenstadt ist voll und die Parkplatzsuche gestaltet sich schwieriger als erwartet. E-Auto Fahrer können hier oft profitieren! Welche Vorteile E-Auto Besitzer beim Parken haben und in welchen Städten man in Deutschland und Österreich mit einem E-Auto sogar kostenlos parken kann, erfährst du in unserer großen Übersicht!


Das Wichtigste auf einen Blick

  • Sowohl in Deutschland als auch in Österreich gibt es oft Bevorrechtigungen für E-Autos, wie zum Beispiel das kostenlose Parken in den Innenstädten.
  • Um diese Vorteile nutzen zu können, müssen E-Autos mit einem E-Kennzeichen ausgestattet sein.
  • Die Regelungen vieler deutschen und österreichischen Städte findet du in diesem Artikel. Zusätzlich sollte immer auf die jeweilige Beschilderung geachtet werden.

Was wie ein Paradies aus längst vergangenen Tagen klingt, ist in verkehrsgeplagten Städten für E-Auto-Fahrer teilweise Realität: Kostenloses Parken in der Innenstadt. Wie lange dieses Privileg bei stark steigenden Zulassungszahlen von reinen E-Fahrzeugen noch aufrechterhalten wird, darüber lässt sich nur spekulieren. Bis dahin kommen E-Mobilisten jedoch oft in den Genuss von unschlagbaren Park-Vorteilen!


Wenn du dich für weitere Vorteile für E-Autos interessierst, haben wir in einem weiteren Artikel für dich zusammengefasst, wo du dein E-Auto kostenlos laden kannst!

Deutschland


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Grundlage und Voraussetzungen

Seit 2015 gilt in Deutschland das Elektromobilitätsgesetz (EmoG). Es soll dazu beitragen, die Verbreitung der Elektromobilität zu erhöhen und Rechtssicherheit für Elektromobilität geben. Darunter fallen beispielsweise Regelungen zu Subventionen und Förderungen, aber auch der Umgang mit Elektroautos im städtischen Straßenverkehr. Das EmoG gibt Kommunen die Rechtsgrundlage, um Vorteile für E-Autos einzuräumen. Darunter fallen zum Beispiel das Parken im öffentlichen Raum, Nutzung von Sonderspuren auf öffentlichen Straßen, Ausnahmezulassungen bei Zugangsbeschränkungen und verminderte oder keine Gebühren bei der öffentlichen Parkraumbewirtschaftung.

Um diese Vorteile nutzen zu können, müssen E-Autos mit einem E-Kennzeichen ausgestattet sein. Dieses Kennzeichen enthält ein „E“ am Ende der Nummernkombination und deutet so darauf hin, dass das jeweilige Auto ein reines Batteriefahrzeug, ein Plug-in-Hybrid oder ein Brennstoffzellenauto ist. In anderen Ländern kann das Kennzeichen für Elektroautos auch anders aussehen, in Österreich haben beispielsweise alle Elektroautos ein Kennzeichen mit grüner Schrift. Aber Achtung: Zusätzlich zum E-Kennzeichen müssen sicher Halter der berechtigten Fahrzeuge trotzdem noch um eine Umweltplakette kümmern, um in Umweltzonen einfahren zu können, da diese nicht automatisch mit im E-Kennzeichen enthalten ist.

Es gibt außerdem unterschiedliche Bevorrechtigungen für E-Autos. Oft ist das kostenlose Parken zeitlich begrenzt oder nur für die Dauer des Ladevorgangs erlaubt.


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Städte mit kostenlosen Parkmöglichkeiten in Deutschland

Da die Kommunen durch das Elektromobilitätsgesetz selbst entscheiden können, wie weit sie Bevorzugungen für Elektroautos durchsetzen möchten, ist es oft schwierig und zeitaufwendig, die genauen Bestimmungen der Stadt zu kennen. Wir haben dir im Folgenden die Bestimmungen einiger deutschen Städte zusammen gefasst. Grundsätzlich sollte jedoch immer auf die individuelle Beschilderung geachtet werden, um 100% sicherzugehen.

Bayreuth

In Bayreuth dürfen E-Autos auf den öffentlichen städtischen Parkflächen kostenfrei parken. Es muss dabei die Höchstparkdauer beachtet werden und eine Parkscheibe verwendet werden. Die jeweils geltende Regelung wird außerdem durch Schilder angezeigt.

Mehr Infos: bayreuth.de

Berlin

In Berlin dürfen E-Autos während des Ladevorgangs kostenlos parken. Zwischen 8 und 18 Uhr ist das jedoch auf 4 Stunden mit Parkscheibe begrenzt. Weitere Bevorzugungen gibt es hier jedoch nicht.

Mehr Infos: berlin.de

Bonn

Gute Neuigkeiten gibt es für Elektroautofahrer in Bonn. Hier dürfen Autos mit E-Kennzeichen nämlich auf allen Parkplätzen mit Parkscheinautomaten kostenlos parken. Die Höchstparkdauer muss aber trotzdem beachtet werden.

Mehr Infos: bonn.de

Braunschweig

Auch in Braunschweig genießen E-Autos Vorteile. Hier darf man mit E-Kennzeichen bis zu drei Stunden kostenlos auf gebührenpflichtigen, öffentlichen Stellplätzen im Stadtgebiet parken. Es muss jedoch immer die jeweilige Höchstparkdauer beachtet werden und Nutzer sind zu einer Parkscheibe verpflichtet.

Mehr Infos:braunschweig.de

Dortmund

In Dortmund können Elektroautofahrer viele öffentliche Ladestandpunkte rund um die Uhr kostenlos nutzen. Diese sind speziell gekennzeichnet. Außerdem gibt es extra kostenfreie Parkplätze, die nur für E-Autos zur Verfügung stehen. Eine Auflistung gibt die städtische Homepage.

Mehr Infos: dortmund.de

Düsseldorf

Auch Düsseldorf hat Bevorrechtigungen für E-Autos beschlossen. Diese dürfen hier auf allen rund 12.000 Parkplätzen die mit Parkscheinautomaten versehen sind, kostenlos parken. Dazu muss der Halter des E-Autos sich per Mail beim Umweltamt registrieren und wird dann für das kostenlose Parken freigeschaltet.

Mehr Infos: duesseldorf.de

Essen

Hier dürfen E-Autos auf Parkplätzen mit Ladeinfrastruktur bis zu einer Höchstparkdauer von 4 Stunden kostenlos parken. Auch hier muss eine Parkscheibe genutzt werden. Außerdem können Autos mit E-Kennzeichen auf allen öffentlich bewirtschafteten Parkplätzen kostenlos mit Parkscheibe parken. Das gilt sogar bis zur angegebenen Höchstparkdauer des jeweiligen Parkplatzes.

Mehr Infos: essen.de

Freiburg

Anders als andere deutsche Städte hat Freiburg derzeit keine Bevorrechtigungen in Form von kostenlosem Parken für E-Autos vorgesehen.

Mehr Infos: freiburg.de

Hamburg

Als erste Stadt in Deutschland hat Hamburg 2015 vom EmoG Gebrauch gemacht und Anreize zum Ausbau der E-Mobilität gesetzt. Dort darf mit einem E-Auto auf allen Parkflächen bis zur jeweiligen Höchstparkdauer geparkt werden. Vorraussetzungen sind auch wieder ein E-Kennzeichen sowie eine Parkscheibe um die Höchstparkdauer zu kontrollieren.

Mehr Infos: hamburg.de

Hannover

Die Stadt Hannover hat beschlossen, dass E-Autos hier bis 2026 kostenfrei auf allen öffentlichen Stellplätzen parken dürfen. Auch hier gilt das E-Kennzeichen als Voraussetzung und für die Kontrolle der Höchstparkdauer muss eine Parkscheibe benutzt werden.

Mehr Infos: hannover.de

Köln

In Köln gibt es keine grundsätzlichen Vergünstigungen beim Parken für E-Autos. Lädt man allerdings sein Elektroauto im öffentlichen Straßenraum, kann man in der ersten Stunde kostenlos an der Ladestation parken.

Mehr Infos: stadt-köln.de

Leipzig

In Leipzig gibt es sogenannte Mobilitätsstationen speziell für E-Autos. Parkflächen an den Ladestationen können bis zu einer Höchstparkdauer von vier Stunden entweder zum Laden oder zum Parken benutzt werden.

Mehr Infos: leipzig.de

München

E-Autos dürfen im parkraumbewirtschafteten Gebieten im Münchner Stadtgebiet zwei Stunden kostenlos parken. Das gilt allerdings nur mit E-Kennzeichen. E-Auto Fahrer können hierfür entweder eine Parkscheibe ins Auto legen oder die Funktion in der App „Handyparken“ benutzen. Nach 2 Stunden muss allerdings ein kostenpflichtiger Parkschein gelöst werden.

Mehr Infos: muenchenunterwegs.de

Stuttgart

E-Autos dürfen in Stuttgart grundsätzlich auf allen gebührenpflichtigen Stellplätzen und in Bewohnerparkgebieten kostenlos geparkt werden. Voraussetzung ist ein E-Kennzeichen.

Mehr Infos: stuttgart.de

Österreich

Voraussetzung: E-Kennzeichen

Auch in den meisten Städten in Österreich gilt das gratis Parken nur für Fahrzeuge mit E-Kennzeichen (beziehungsweise österreichisch: E-Nummerntafel). Das österreichische E-Kennzeichen ist optisch leicht zu erkennen: Es verfügt über eine grüne Schrift auf weißem Grund und ein "E" am Ende der Nummer. Damit ist dein E-Auto für Parkraumüberwachung leicht erkennbar und du kannst spielend leicht Anreize wie das kostenlose Parken in Anspruch nehmen.

Bitte beachten: In manchen Gemeinden gelten jedoch andere Regelungen und es muss die Befreiung gesondert beantragt werden! Alle Besonderheiten haben wir im folgenden Artikel aufgeführt. Weitere Details findest du auf der Website der jeweiligen Stadtverwaltung, die wir immer verlinkt haben.

Städte mit kostenlosen Parkmöglichkeiten in Österreich

Auch für Österreich haben wir eine Übersicht über die geltenden Regelungen der Städte zusammengefasst. Jedoch gilt auch hier: Um 100% sicherzugehen solltest du immer noch einmal die jeweilige Homepage der Stadt checken und auf die Beschilderung vor Ort achten.

Eisenstadt

Seit 1. April 2017 sind E-Autos von den Gebühren in der städtischen Kurzparkzone befreit. Erforderlich ist ein grünes Nummernschild plus eine Parkscheibe, mit der sichergestellt wird, dass auch E-Auto-Fahrer die maximale Parkdauer nicht überschreiten. Fahrzeughalter ohne grünes Kennzeichen können beim Magistrat einen gesonderten Antrag auf Parkgebührbefreiung stellen.

Mehr Infos: eisenstadt.gv.at

Graz

In Graz ist die Befreiung der Parkgebühren für elektrische Fahrzeuge auf zwei Jahre begrenzt. Hierfür müssen Fahrzeughalter einen Antrag beim Magistrat stellen, sie erhalten dann ein Pickerl für die Befreiung. Die Befreiung in Graz eignet sich also nicht für Tagestouristen, sondern nur für Halter in Graz direkt. Auch in Graz gilt die Höchstparkdauer (blaue Zone: 3 Stunden) weiterhin, es ist also eine Parkscheibe zu verwenden.

Mehr Infos: graz.at

Klagenfurt

E-Auto-Fahrer sind in der Klagenfurter Kurzparkzone von den Parkgebühren befreit. Voraussetzung: Entweder die grüne Nummerntafel oder ein „autorisierter Aufkleber“, der das Fahrzeug zweifelsfrei als Stromer ausweist.

Mehr Infos: klagenfurt.at

Krems

Die Stadt Krems unterscheidet in eine blaue und gelbe Parkzone. In beiden Zonen sind reine E-Autos (keine Hybride) von der Parkgebühr befreit. In der blauen Zone ist zum Nachweis der Parkdauer (maximal 3 Stunden) eine Parkuhr zu stellen.

Mehr Infos: krems.at

Melk

Auch Melk bietet für E-Auto-Fahrer Parkprivilegien – allerdings nur für Personen mit Hauptwohnsitz oder Betriebsstandort in Melk. Hierfür muss bei der Stadt eine Gratis-Parkkarte beantragt werden. Auch hier gilt die jeweilige Höchstparkdauer auch für befreite E-Autos, es ist also unbedingt an eine Parkscheibe zu denken.

Mehr Infos: melk.gv.at

Mödling

Bereits seit dem Sommer 2017 sind E-Autos in der gebührenpflichtigen Kurzparkzone in Mödling von den Parkgebühren befreit. Zusätzlich ist auch hier eine Parkuhr zu hinterlegen, da die zulässige Höchstparkdauer auch für E-Fahrzeuge gilt.

Mehr Infos: moedling.at

Neunkirchen

In Neunkirchen sind Elektrofahrzeuge ebenfalls von den Parkgebühren in der Kurzparkzone befreit. Auch hier ist die maximale Parkdauer von 180 Minuten trotz Gebührenbefreiung einzuhalten.

Mehr Infos: neunkirchen.gv.at

Perchtoldsdorf

Auch in Perchtoldsdorf sind E-Auto-Fahrer von den Parkgebühren in der Kurzparkzone befreit, sollten sie ein grünes Kennzeichen besitzen. Ist das grüne Kennzeichen nicht vorhanden, kann ein gesonderter Antrag gestellt werden.

Mehr Infos: perchtoldsdorf.at

Salzburg

Salzburg bietet derzeit keine Befreiungen für E-Autos an.

Villach

In Villach können E-Autos maximal 3 Stunden in den Kurzparkzonen gratis laden. Voraussetzung ist die grüne Nummerntafel oder ein zu beantragenden Parkpickerl für E-Autos. Bitte beachten: Die Befreiung gilt nicht für den Parkplatz beim PANORAMA Beach Strandbad Drobollach und auch nicht für den Parkplatz beim Seebad St. Andrä!

Mehr Infos: villach.at

Wels

Auch das oberösterreichische Wels befreit E-Auto-Fahrer komplett von der Parkgebühr in Kurzparkzonen. Voraussetzung ist auch hier einmal mehr das grüne Kennzeichen.

Mehr Infos: wels.gv.at

Wien

Wien bietet derzeit keine Befreiungen für E-Autos an.

Darum darfst du gratis parken

Dass so viele deutsche und österreichische Städte auf die Parkgebühren für E-Autos verzichten, scheint für diese auf den ersten Blick kontraproduktiv zu sein – schließlich entgeht der öffentlichen Hand dadurch eine beträchtliche Summe an Parkgebühren. Doch warum bieten Städte dieses Benefit für E-Auto-Fahrer dann überhaupt an? Es geht schlicht um gute Argumente für den Umstieg auf E-Mobilität. Die öffentliche Hand fördert den Kauf eines E-Autos also nicht nur mit Subventionen, sondern bietet etwa mit Erleichterungen im Bereich Parken zusätzliche Anreize, damit Bürger auf umweltfreundliche E-Mobilität umsteigen. In Zeiten drastisch zunehmender Neuzulassungen an E-Fahrzeugen wird dieses Privileg wohl früher oder später wieder abgeschafft werden. Bis dahin ist es jedoch ein Top-Argument zum Umstieg auf ein E-Auto, egal ob als Kauf oder Mietwagen.

Häufig gestellte Fragen

Ja, gratis parken ist in manchen Städten möglich. Die Regeln sind dafür jedoch sehr unterschiedlich. Alle Details erfährst du in unserer Übersicht!

Ja, kostenlos parken ist in vielen Städten möglich. Die Regeln unterscheiden sich von Stadt zu Stadt. Alle Details erfährst du in unserer Übersicht!

Gemeinden wollen mit Park-Vorteilen zum Umstieg auf E-Mobilität anregen.

Über die Autorin:

Johanna ist das neueste Mitglied von emiwa. Passend zu Ihrem Marketing-Studium begeistert Sie sich für jegliche Art von kreativen Lösungen, vor allem in Bezug auf Nachhaltigkeit und Elektromobilität. Für unseren hauseigenen Ratgeber ist sie immer auf der Suche nach den neuesten und spannendsten Themen.

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