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Elektroautos mit Allradantrieb

Allrad

Von Johanna Riedl // Aktualisiert: 24.06.2022

Wer schon mal im Winter auf verschneiter oder vereister Straße mit dem Auto unterwegs war, dem wird spätestens dann klar geworden sein, wie wichtig der richtige Antrieb des Autos ist. Denn mit Vorder- oder Heckantrieb kann diese Situation schnell zur Rutschpartie werden oder schlimmstenfalls sogar zum Unfall führen. Eine andere Antriebsmöglichkeit ist der Allradantrieb, mit welchem man solche Situationen besser meisten kann. Was genau ein Allradantrieb ist und wie er sich mit der Elektromobilität verträgt, erfährst du in diesem Ratgeber-Artikel!


Das Wichtigste auf einen Blick

  • Bei extremer Witterung, unbefestigtem Gelände oder schwerer Zuglast ist ein Allradantrieb förderlich, um weiterhin genug Kraft auf die Straße zu bringen und das Auto zu bewegen.
  • Bei einem Allradantrieb werden alle 4 Räder des Autos angetrieben, anstatt wie beim Heck- und Frontantrieb nur zwei Räder.
  • Viele Elektroautos sind schon mit Allradantrieb verfügbar, darunter nicht nur SUVs, sondern auch Limousinen und Sportwagen.

Was bedeutet Allradantrieb?

Dass Autos mit Zweiradantrieb in Situationen wie zum Beispiel Eis oder Schnee auf der Fahrbahn oft Probleme haben, liegt vor allem an der Traktion, also dem Reibwert der Reifen auf der Straße. Extreme Witterungen können schnell dazu führen, dass der Reifen nur noch wenig Kraft auf die Fahrbahn übertragen kann. Das wird besonders bei Autos mit Heckantrieb spürbar, da durch das wenige Gewicht auf der Straße die Räder schneller durchdrehen. Auch wenn das Auto schwere Lasten ziehen muss oder auf unbefestigtem Gelände unterwegs ist, kann es zu schwierigen Situationen kommen.

Eine Antriebsform, die dieses Problem vorbeugen kann, ist der Allradantrieb. Das bedeutet grob gesagt, dass anstatt nur zwei, alle vier Reifen angetrieben werden. Somit bringt das Auto auch mehr Kraft auf die Straße, was zum Beispiel bei Witterung, steilen Bergen oder schnellen Kurven Vorteile bietet. Das kommt sowohl der Sicherheit zugute, aber auch der Fahrspaß profitiert davon.


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Arten des Allradantriebs

Auch wenn jeder Allradantrieb erst einmal als Grundlage hat, dass alle vier Räder des Autos angetrieben werden, so gibt es doch Unterschiede. Grob kann man zwischen klassischen, getriebebasierten Allradantrieben und modernen, elektronisch gesteuerten Antrieben unterscheiden. Bei letzterem sind durch technische Komplexität immer häufiger auch Assistenz- und Hilfssysteme mit inbegriffen.

Man unterscheidet zwischen einem manuell zuschaltbaren Allradantrieb, einem permanenten Allradantrieb oder einem automatisch zuschaltbaren Allradantrieb. Bei der ersten Varianten fährt das Auto im Alltag ohne Allradantrieb. Erst wenn abzusehen ist, dass die Situation einen Antrieb aller vier Räder erfordert, werden Vorder- und Hinterachse zusammengeschaltet und das Auto wird durch Allrad angetrieben. Bei Fahrzeugen mit permanentem Allradantrieb ist dieser der vorrangige Antrieb und wird für jede Situation und jeden Untergrund genutzt. Oft mit dem gleichen Begriff betitelt, aber doch anders ist der Allradantrieb, der automatisch hinzugeschaltet wird. Hierbei muss sich der Fahrer keine Gedanken darüber machen, ob der Antrieb nun ausgewählt werden soll oder nicht, er wird automatisch durch die Fahrzeugelektronik zugeschaltet. Dass Allrad gebraucht wird, erkennt das Fahrzeug oft anhand der Sensoren des ABS-Bremssystems, wenn mindestens an einem Rad eine Drehzahldifferenz entsteht, also durchdreht.


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Allradantrieb im Elektroauto

Lange Zeit wurde der Allradantrieb nur Verbrennern zugeschrieben, vor allem SUVs. Bei Elektroautos war die Befürchtung, die Antriebsform würde zu viel Reichweite kosten und die Effizienz der Elektroautos mindern. Dass diese Annahmen falsch sind, hat spätestens Tesla gezeigt, die sowohl in das Tesla Model S als auch das Model 3, welche beide ganz und gar keine SUVs darstellen, Allradantriebe verbaut haben und damit sehr erfolgreich sind. Denn besonders für Sportwagen kann der Allradantrieb Vorteile bieten. Durch die Kraftübertragung auf alle vier Räder gelingt es elektrischen Flitzern maximale Sprintwerte zu erreichen und die gegebenen PS effizienter in Vortrieb umzusetzen. Zudem kann ein Allradantrieb bei Elektroautos weitaus kostengünstiger und unkomplizierter eingebaut werden als bei Verbrennern.

Bei Elektroautos funktioniert der Allradantrieb etwas anders als bei Verbrennern. Die Antriebskraft wird dort erzeugt, wo sie dann auch gebraucht wird. Durch einen Dualmotor bestehend aus zwei Elektromotoren werden sowohl Hinterachse als auch Vorderachse betrieben. Je nach Situation und Fahreinstellung entscheidet die Technik des Autos dann selbst, wie stark welcher Motor betrieben wird, um gleichzeitig Fahrdynamik und Fahrspaß zu garantieren, aber auch die Reichweite des E-Autos nicht aus dem Blick zu lassen.

Elektroautos mit Allradantrieb haben je nach Batteriekapazitäten oft Reichweiten von 300 bis 500 Kilometer. Oftmals sind Höchstgeschwindigkeiten gedeckelt, um den Verbrauch im Rahmen zu halten. Allrad-Elektro-Autos kann man sowohl mit Gleich- als auch mit Wechselstrom laden.


Alles zum Laden von Elektroautos erfährst du in einem weiteren Ratgeber-Artikel.

Übersicht Elektroautos mit Allradantrieb

Möchte man einen Elektrowagen mit Allradantrieb haben, so kann man sich vor allem die aufgelisteten Modelle etwas genauer anschauen. Natürlich spielt auch der Preis bei der Auswahl eines Autos eine große Rolle. Da ein Allradantrieb den Preis meist erheblich nach oben treibt, findet man E-Autos mit dieser Antriebsform vor allem im mittleren und höheren Preissegment vor. Jedoch kommen nach und nach durch die Weiterentwicklung unterschiedlicher Allradantriebsweisen für E-Autos auch Modelle im niedrigeren Preissegment dazu.

Folgende Modelle lassen sich mit Allradantrieb bestellen:

  • Audi e-tron
  • Audi e-tron Sportsback
  • Audi e-tron GT
  • Audi Q4 e-tron
  • Audi Q4 e-tron Sportsback
  • BMW iX
  • BMW i4
  • Ford Mustang Mach-E
  • Hyundai Ioniq 5
  • Jaguar I-PACE
  • KIA E V6
  • Mercedes EQA
  • Mercedes EQB
  • Mercedes EQC
  • Mercedes EQS
  • Polestar 2
  • Porsche Taycan
  • Porsche Taycan Cross Turismo
  • Skoda Enyaq iV
  • Tesla Model S
  • Tesla Model 3
  • Tesla Model X
  • Tesla Model Y
  • Volkswagen ID.4 GTX
  • Volkswagen ID.5 GTX
  • Volvo C40 Pure Electric
  • Volvo XC40 Pure Electric

2022 wird sich diese Liste noch erweitern, da schon mehrere Hersteller wie zum Beispiel VW, Audi oder Mercedes angekündigt haben, bestehende Modelle zusätzlich auch mit Allradantrieb auf den Markt zu bringen.

Jedoch ist zu beachten, dass auch Elektroautos mit Allradantrieb nicht alle gleich sind. Es gibt Modelle die auch trotz Allradantrieb eher für befestigte Straßen geeignet sind, und den Allradantrieb mehr der Performance wegen haben. Wer also sein E-Auto in unbefestigtem Gelände oder zum Ziehen schwerer Last nutzen möchte, sollte sich gesondert darüber informieren, ob das ins Auge gefasste Modell dafür geeignet und zugelassen ist. Auch kann es sinnvoll sein sich dass ausgewählte Modell erst einmal zu leihen oder eine Probefahrt zu organisieren, um zu sehen, ob es den eigenen Wünschen und Bedürfnissen gerecht wird.

Die günstigsten Elektroautos mit Allradantrieb

Wer sich doch für ein Elektroauto mit Allradantrieb interessiert und nicht zu viel Geld in die Hand nehmen möchte, sollte sich unbedingt diese sechs Modelle anschauen:

Bedenke: Die Preise der E-Autos können sich immer wieder ändern, informiere dich also auch unbedingt direkt beim Hersteller über die aktuellen Preise.

Audi Q4 e-tron

Der Preis eines Audi Q4 e-tron liegt in Deutschland bei rund 42.000€. Der Audi Q4 e-tron ist ein SUV und hat eine Leistung von mindestens 125 kW (je nach Modell). Der Audi Q4 e-tron ist auch als Sportback erhältlich. Die Sportback-Version kostet etwa 44.000€. In Österreich ist der Q4 e-tron ab 43.500€ zu haben.

Hyundai Ioniq 5

Der SUV von Hyundai kostet in seiner Basisversion mit kleinerer Batterie in Deutschland knapp 42.000€ und hat eine Leistung von 225 kW. Gegen einen Aufpreis ist der Ioniq 5 auch mit größerer Batterie und höherer Leistung verfügbar. In Österreich liegt der Basispreis bei 42.590€.

KIA EV6

Der Kia EV6 mit Allradantrieb ist in Deutschland ab 50.000€ erhältlich und ist noch etwas sportlicher als der Hyundai Ioniq 5. Er hat eine Leistung von 125 kW und überzeugt unter anderem durch ein besonderes Schnelladesystem. In Österreich bekommst du den KIA EV6 für 53.790€.

Polestar 2

Den Polestar bekommst du in Deutschland ab 42.000€. Der Polestar 2 hat eine Leistung von 300 kW und die Reichweite beträgt circa 550 km. In Österreich ist der Polestar 2 ab 47.000€ erhältlich.

Skoda Enyaq

Der Skoda Enyaq hat eine Leistung von 150 kW und ist in Deutschland für 47.000 € erhältlich. Für die Sportvariante musst du knapp 51.000€ bezahlen. In Österreich zahlt man 53.500€ für den Skoda Enyaq.

VW ID.4 GTX

Den VW ID.4 GTX bekommst du in Deutschland für etwa 50.500€. Die Leistung des ID.4 GTX liegt bei 220 kW. In Österreich kostet der VW ID.4 GTX 57.000€.

Häufig gestellte Fragen

Besonders bei extremen Witterungen, unbefestigtem Gelände oder schwerer Zuglast ist ein Allradantrieb förderlich, um weiterhin genug Kraft auf die Straße zu bringen und das Auto zu bewegen.

Ja! Viele elektrische Modelle werden mit Allradantrieb angeboten. Darunter sind nicht nur elektrische SUVs, sondern auch Limousinen und Sportwägen.

Über die Autorin:

Johanna Riedl war bis 2022 Redakteurin im hauseigenen Ratgeber von emiwa.

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