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Elektroauto Akku Lebensdauer

Ladestation

Von Birte Leonhardt // Aktualisiert: 02.03.2022

Der Akku des Elektroautos ist das Herzstück des E-Autos, weshalb man schonend mit dem Akku umgehen sollte, damit er möglichst lange hält. Wie hoch die Lebensdauer eines Elektroauto-Akkus ist und wie du die Lebensdauer vom Akku erhöhen kannst, erfährst du in unserem Artikel!


Das Wichtigste auf einen Blick

  • Der Akku eines Elektroautos hält circa 500-100 Ladezyklen, bevor die Leistung abnimmt.
  • Es gibt viele Möglichkeiten die Lebensdauer deines Elektroauto-Akkus zu erhöhen.
  • Jeder Autohersteller vergibt eine Garantie für den Akku des Elektroautos.

Lebensdauer eines E-Auto-Akkus

Die Speicherkapazität eines Akkus variiert von Auto zu Auto. Je nachdem, ob es sich um einen Sportwagen handelt oder einen Kleinwagen variiert der Speicher zwischen 40 und 100 Kilowattstunden. Man geht dabei von einer allgemeinen Lebensdauer von 500 bis 1000 Ladezyklen aus, bevor die Leistung des Akkus sinkt. Bei einer durchschnittlichen Reichweite von 100 km pro Ladevorgang kommt man damit auf eine Laufleistung von 50.000 bis 100.000 km. Die Technik entwickelt sich immer weiter und inzwischen kann man bei einem E-Auto mit einem Lithium-Ionen-Akku fast schon bei einer Lebensdauer von 3000 Ladezyklen ausgehen. Solch einen Akku hat beispielsweise das Tesla Model S. Zu bedenken ist hierbei, dass die Kapazität des E-Autos auch mit den Ladezyklen sinkt und somit auch die Reichweite auf Dauer abnimmt. Denn je älter der Akku ist, desto stärker sinkt die Reichweite.


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Tipps für eine längere Akku-Lebensdauer

Damit der Akku deines E-Autos möglichst lange hält, haben wir einige Tipps, die die Lebensdauer vom Akku sicher erhöhen:

E-Auto nicht komplett voll laden

Vermeide es unbedingt, dein Elektroauto immer komplett vollzuladen. Denn wenn du dein E-Auto immer auf 100% lädst, schadet es dem Akku und die Reichweite sinkt. Am besten ist es, wenn der Akku immer nur bis 80% geladen wird.

E-Auto nicht tiefen entladen

Anders herum solltest du auch darauf achten, dass der Akku nicht tiefen entladen wird. Das bedeutet, dass der Akku-Stand nicht unter 20% landet. Ähnlich wie bei Handy-Akkus fühlen sich auch die Akkus von E-Autos mit einer Ladung zwischen 20% und 80% am wohlsten.

Kälte vermeiden

Kälte kann dem Akku schaden und die Ladeleistung vermindern. Parke, wenn du die Möglichkeit hast, im Winter am besten unter einem Carport oder in einer Garage. Wenn du doch unterwegs sein solltest, lade den Akku am besten direkt nach einer Fahrt auf, wenn das Auto noch warm ist. Das schont den Akku und so lädt das Auto zudem schneller auf.

Hitze vermeiden

Auch Hitze schadet dem Akku und so solltest du, wenn du die Möglichkeit hast immer im Schatten parken. Auch eine Garage oder ein Parkhaus sind im Sommer zu empfehlen, denn bei Temperaturen über 25 Grad kann der Akku des Elektroautos nicht mehr komplett aufgeladen werden. Am idealsten für den Akku sind Temperaturen zwischen 15 und 25 Grad.

Langsam laden

Natürlich möchte man sein E-Auto immer möglichst schnell aufgeladen haben, dennoch sollte man dies nur in Ausnahmefällen tun. Denn das Schnellladen belastet den Akku und somit ist das Laden zu Hause an einer Wallbox oder an AC-Ladestationen auf Dauer besser.


Wie du an Ladestationen oder der Wallbox lädst, erfährst du in unserem Ratgeberartikel.

Lange Standzeiten vermeiden

Nicht jeder fährt jede Woche Auto, dennoch sollte man, wenn man weiß, dass man über einen längeren Zeitraum nicht fahren wird, einige Maßnahmen treffen: so sollte das E-Auto unbedingt trocken und an einem geschützten Platz stehen. Im besten Fall liegt der Akku-Stand bei circa 50%. Wird das Auto über mehrere Monate nicht gefahren, sollte dennoch regelmäßig der Akku-Stand geprüft werden und gegebenenfalls auf circa 60% nachgeladen werden. Ein E-Auto verliert circa 4% Akku pro Monat, wenn es bei gemäßigten Temperaturen nur steht, nicht benutzt wird und an einem geschützten Ort geparkt ist.

Sparsam fahren

Ähnlich wie beim Verbrenner lohnt sich auch vorausschauendes Fahren beim Elektroauto. Am besten ist ein gleichmäßiges Tempo ohne starkes Beschleunigen oder Abbremsen.

Batteriemanagement-Systeme nutzen

Es gibt sogenannte Batteriemanagement-Systeme, die normalerweise im Elektroauto mit eingebaut sind. Diese kommunizieren mit der Wallbox oder Ladesäule und optimieren den Ladestrom für ein möglichst schonendes Laden. Dabei kontrolliert das System die Ladung und stoppt automatisch, wenn der Akku-Stand 80% beträgt.


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Garantie auf den Akku des E-Autos

Beim Kauf eines Elektroautos ist eine Garantie auf den Akku mit inbegriffen. Allerdings garantieren die Hersteller nicht, dass die volle Speicherleistung erhalten bleibt, da die Speicherleistung natürlicherweise mit den Jahren abnimmt. Hier findest du als grobe Orientierung eine Übersicht der Garantieleistungen der einzelnen Hersteller. Die genauen und stets aktuellen Bedingungen erfährst du beim Hersteller direkt!

Audi

Audi übernimmt die Garantie für die ersten 8 Jahre, nach dem das Auto ausgeliefert wird oder für die ersten 160.000 km, je nachdem welches Ereignis als Erstes eintritt. Die garantierte Speicherleistung liegt bei 70%.

BMW

Auch BMWs Garantie liegt bei 8 Jahren nach Auslieferung beziehungsweise bei 160.000 km. Die von BMW garantierte Speicherleistung liegt bei 70%.

Citroen

Citroens Garantie liegt ebenfalls bei 8 Jahre beziehungsweise bei 160.000 km. Nur auf die Modelle C-Zero und Berlingo liegt die Garantie bei 8 Jahre beziehungsweise 100.000 km. Die Garantie gilt ebenfalls bei einer Akku-Leistung bis 70%.

Dacia

Dacia hat eine Garantie von ebenfalls 8 Jahren, beziehungsweise von 120.000 km. Sie machen keine Angaben zu der garantierten Speicherleistung. Informiere dich hierfür direkt beim Hersteller.

DS

Bei DS liegt wie bei vielen anderen Herstellern auch die Garantie bei 8 Jahren beziehungsweise bei 160.000 km. Die garantierte Speicherleistung liegt bei 70%.

Fiat

Auch Fiat garantiert dir 8 Jahre beziehungsweise 160.000 km. Die garantierte Speicherleistung liegt auch hier bei bei 70%.

Ford

Die Garantie von Ford liegt ebenfalls bei 8 Jahren beziehungsweise 160.000 km. Ford macht keine Angaben zu der garantierten Speicherleistung. Informiere dich hierfür direkt beim Hersteller.

Honda

Auch bei Honda liegt die Garantie bei 8 Jahren beziehungsweise bei 160.000 km. Die garantierte Speicherleistung liegt bei 70%.

Hyundai

Hyundai bietet eine Garantie von 8 Jahren beziehungsweise 160.000 km, je nachdem welches Ereignis als Erstes eintritt. Sie machen keine Angaben zu der garantierten Speicherleistung. Informiere dich hierfür direkt beim Hersteller.

Jaguar

Auch Jaguar vergibt für 8 Jahre beziehungsweise die ersten 160.000 km eine Garantie. Die garantierte Speicherleistung liegt bei 70%.

KIA

Kia garantiert für die ersten 7 Jahre, beziehungsweise die ersten 150.000 Kilometer. Die garantierte Speicherleistung liegt bei 65%.

Mazda

Mazda bietet eine Garantie von 8 Jahren beziehungsweise 160.000 km, je nachdem welches Ereignis als Erstes eintritt. Sie machen keine Angaben zu der garantierten Speicherleistung. Informiere dich hierfür direkt beim Hersteller.

Mercedes

Auch Mercedes garantiert für die ersten 8 Jahre, beziehungsweise die ersten 160.000 km. Die garantierte Speicherleistung liegt bei 70%.

MINI

MINI garantiert die ersten 8 Jahre beziehungsweise 160.000 km, je nachdem welches Ereignis als Erstes eintritt. Sie machen keine Angaben zu der garantierten Speicherleistung. Informiere dich hierfür direkt beim Hersteller.

Nissan

Nissan garantiert für die ersten 8 Jahre, beziehungsweise die ersten 160.000 km. Die garantierte Speicherleistung liegt bei 70%.

Opel

Auch Opels Garantie liegt bei den ersten 8 Jahren, beziehungsweise den ersten 160.000 km. Die garantierte Speicherleistung liegt bei 70%.

Porsche

Porsche versichert 8 Jahre, beziehungsweise die ersten 160.000 km, je nachdem welches Ereignis als Erstes eintritt. Die garantierte Speicherleistung liegt bei 70%.

Peugeot

Peugeot garantiert für die ersten 8 Jahre, beziehungsweise die ersten 160.000 km. Die garantierte Speicherleistung liegt bei 70%.

Renault

Renault garantiert die ersten 8 Jahre beziehungsweise 160.000 km, je nachdem welches Ereignis als Erstes eintritt. Sie machen keine Angaben zu der garantierten Speicherleistung. Informiere dich hierfür direkt beim Hersteller.

Skoda

Skoda garantiert für die ersten 8 Jahre, beziehungsweise die ersten 160.000 km. Die garantierte Speicherleistung liegt bei 70%.

Smart

Bei Smart liegt die Garantie bei den ersten 100.000 km, beziehungsweise bei 8 Jahren. Die garantierte Speicherleistung beträgt 70%.

Tesla

Bei Tesla variiert die Garantie je nach Modell, kann aber bei bis zu 240.000 km liegen, beziehungsweise 8 Jahren. Die maximale Speicherleistung beträgt auch hier 70%.

Volvo

Volvo garantiert für die ersten 8 Jahre, beziehungsweise die ersten 160.000 km. Die garantierte Speicherleistung liegt bei 70%.

VW

Auch VW garantiert für die ersten 8 Jahre, beziehungsweise die ersten 160.000 km. Die garantierte Speicherleistung liegt bei 70%.

Kosten vom Akku-Schaden

Der Akku ist auf jeden Fall das teuerste Bauteil am Elektroauto und so kann der Preis für den Akku auch mal 10.000 € vom Kaufpreis ausmachen. Je nach Größe und Modell des Autos, kann es bei einem Akku-Schaden dementsprechend schnell teuer werden. Oftmals bedeutet ein Akku-Schaden einen Totalschaden so rechnet sich die Reparatur des Akkus nur selten. Deswegen achte beim Kauf unbedingt darauf, dass eine ausreichende Herstellergarantie besteht oder versichere den Akku deines E-Autos extra. Eine weitere Variante ist, dass du den Akku least, in dem Fall wird der Akku bei Defekt einfach ausgetauscht.


Welche Versicherungen für E-Autos sinnvoll sind, erfährst du in einem weiteren Ratgeberartikel.

E-Auto Akkus recyceln

Noch ist das recyclen von Akkus von E-Autos noch nicht breit verfügbar, allerdings wird immer weiter daran gearbeitet, dass die Akkus ein zweites Leben bekommen. Das schont nicht nur die Umwelt, sondern verringert auch den Bedarf an Rohstoffen aus dem Bergbau, was den ökologischen Fußabdruck von den Akkus verringert. Denn momentan kann schon gut Kobalt und Nickel aus den Akkus wiedergewonnen werden, in Zukunft sollen aber auch Lithium, Grafit, Mangan aus den alten Akkus herausgeholt werden. Ein Problem ist auch, dass Akkus, die Schäden durch beispielsweise einen Unfall erlitten haben, schlechter recycelt werden können, weil Explosionsgefahr besteht. Einige Autohersteller arbeiten zusammen und versuchen das Recycling voranzutreiben, allerdings steckt das Recycling noch in den Kinderschuhen und es wird noch ein paar Jahre dauern, bis das Recycling von E-Auto-Akkus perfektioniert ist.

Über die Autorin:

Birte ist seit 2021 Redakteurin bei emiwa und unsere Expertin für den hauseigenen Ratgeber. Sie begeistert sich für nachhaltige Mobilitätslösungen, studiert Publizistik im Master und schreibt die Ratgebertexte am liebsten in einem der vielen Wiener Kaffeehäuser.

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