Bitte Stadt auswählen!

Elektroauto kostenlos parken in Österreich

Parplatz

Von Max Beck // Aktualisiert: 10.11.2021

E-Auto-Fahrer genießen in vielen Städten in Österreich ein besonderes Privileg: sie dürfen in sonst kostenpflichtigen Bereichen gratis parken. Hierfür gibt es je nach Stadt jedoch sehr unterschiedliche Regeln und Besonderheiten. Wir haben die jeweiligen Bedingungen für dich recherchiert und übersichtlich zusammengefasst!


Kennst du das? In jeder großen Stadt musst du für das Parken bezahlen. Und das nicht nur in Parkhäusern, sondern auch an den meisten öffentlichen Parkplätzen, die mit Parkscheinautomaten ausgestattet sind oder das digitale Lösen eines Parkscheins verlangen. Doch manchmal geht Parken auch gratis!

Was wie ein Paradies aus längst vergangenen Tagen klingt, ist in verkehrsgeplagten österreichischen Städten für E-Auto-Fahrer teilweise Realität: Kostenloses Parken in der Innenstadt. Wie lange dieses Privileg, ähnlich wie das Privileg kostenlos zu laden, bei stark steigenden Zulassungszahlen von reinen E-Fahrzeugen noch aufrecht erhalten wird, darüber lässt sich nur spekulieren. Bis dahin kommen E-Mobilisten jedoch in den Genuss von unschlagbaren Park-Vorteilen!

Voraussetzung: E-Kennzeichen

In den meisten Städten in Österreich gilt das gratis Parken nur für Fahrzeuge mit E-Kennzeichen (beziehungsweise österreichisch: E-Nummerntafel). Dieses wurde eingeführt, um E-Autos einfach und eindeutig identifizieren zu können. Beantragt werden kann es ausschließlich für rein elektrische Fahrzeuge, egal ob batterieelektrisch oder mit Brenstoffzelle betrieben. Das E-Kennzeichen ist auch optisch leicht zu erkennen: Es verfügt über eine grüne Schrift auf weißem Grund und ein "E" am Ende der Nummer. Oft ist von außen nicht leicht erkennbar, ob ein Auto ein reiner Stromer ist. Mit dem E-Kennzeichen ist dies für die Parkraumüberwachung leicht erkennbar und du kannst spielend leicht Anreize wie das kostenlose Parken in Anspruch nehmen.

Bitte beachten: In manchen Gemeinden gelten jedoch andere Regelungen und es muss die Befreiung gesondert beantragt werden! Alle Besonderheiten haben wir im folgenden Artikel aufgeführt. Weitere Details findest du auf der Website der jeweiligen Stadtverwaltung, die wir immer verlinkt haben.

Städte mir kostenlosen Parkmöglichkeiten

Damit du nicht mühsam selbst die Webseiten aller Stadtverwaltungen durchklicken musst, haben wir uns die Mühe gemacht und dir eine alphabetische Übersicht mit den wichtigsten österreichischen Städten zusammengestellt. So erfährst du schnell und einfach, wo kostenloses Parken aktuell möglich ist:

Eisenstadt

Seit 1. April 2017 sind E-Autos von den Gebühren in der städtischen Kurzparkzone befreit. Erforderlich ist ein grünes Nummernschild plus eine Parkscheibe, mit der sicher gestellt wird, dass auch E-Auto-Fahrer die maximale Parkdauer nicht überschreiten. Fahrzeughalter ohne grünes Kennzeichen können beim Magistrat einen gesonderten Antrag auf Parkgebührbefreiung stellen.

Mehr Infos: eisenstadt.gv.at

Graz

In Graz ist die Befreiung der Parkgebühren für elektrische Fahrzeuge auf zwei Jahre begrenzt. Hierfür müssen Fahrzeughalter einen Antrag beim Magistrat stellen, sie erhalten dann ein Pickerl für die Befreiung. Die Befreiung in Graz eignet sich also nicht für Tagestouristen, sondern nur für Halter in Graz direkt. Auch in Graz gilt die Höchstparkdauer (blaue Zone: 3 Stunden) weiterhin, es ist also eine Parkscheibe zu verwenden.

Mehr Infos: graz.at

Klagenfurt

E-Auto-Fahrer sind in der Klagenfurter Kurzparkzone von den Parkgebühren befreit. Voraussetzung: Entweder die grüne Nummerntafel oder ein „autorisierter Aufkleber“, der das Fahrzeug zweifelsfrei als Stromer ausweist.

Mehr Infos: klagenfurt.at

Krems

Die Stadt Krems unterscheidet in eine blaue und gelbe Parkzone. In beiden Zonen sind reine E-Autos (keine Hybride) von der Parkgebühr befreit. In der blauen Zone ist zum Nachweis der Parkdauer (maximal 3 Stunden) eine Parkuhr zu stellen.

Mehr Infos: krems.at

Melk

Auch Melk bietet für E-Auto-Fahrer Parkprivilegien – allerdings nur für Personen mit Hauptwohnsitz oder Betriebsstandort in Melk. Hierfür muss bei der Stadt eine Gratis-Parkkarte beantragt werden. Auch hier gilt die jeweilige Höchstparkdauer auch für befreite E-Autos, es ist also unbedingt an eine Parkscheibe zu denken.

Mehr Infos: melk.gv.at

Mödling

Bereits seit dem Sommer 2017 sind E-Autos in der gebührenpflichtigen Kurzparkzone in Mödling von den Parkgebühren befreit. Zusätzlich ist auch hier eine Parkuhr zu hinterlegen, da die zulässige Höchstparkdauer auch für E-Fahrzeuge gilt.

Mehr Infos: moedling.at

Neunkirchen

In Neunkirchen sind Elektrofahrzeuge ebenfalls von den Parkgebühren in der Kurzparkzone befreit. Auch hier ist die maximale Parkdauer von 180 Minuten trotz Gebührenbefreiung einzuhalten.

Mehr Infos: neunkirchen.gv.at

Perchtoldsdorf

Auch in Perchtoldsdorf sind E-Auto-Fahrer von den Parkgebühren in der Kurzparkzone befreit, sollten sie ein grünes Kennzeichen besitzen. Ist das grüne Kennzeichen nicht vorhanden, kann ein gesonderter Antrag gestellt werden.

Mehr Infos: perchtoldsdorf.at

Salzburg

Salzburg bietet derzeit keine Befreiungen für E-Autos an.

Villach

In Villach können E-Autos maximal 3 Stunden in den Kurzparkzonen gratis laden. Voraussetzung ist die grüne Nummerntafel oder ein zu beantragenden Parkpickerl für E-Autos. Bitte beachten: Die Befreiung gilt nicht für den Parkplatz beim PANORAMA Beach Strandbad Drobollach und auch nicht für den Parkplatz beim Seebad St. Andrä!

Mehr Infos: villach.at

Wels

Auch das oberösterreichische Wels befreit E-Auto-Fahrer komplett von der Parkgebühr in Kurzparkzonen. Voraussetzung ist auch hier eimal mehr das grüne Kennzeichen.

Mehr Infos: wels.gv.at

Wien

Wien bietet derzeit keine Befreiungen für E-Autos an.


Du möchtest selbst ein E-Auto fahren?

Kein Problem! Mit unserer Plattform kannst du ganz einfach Mietwagen mit Elektroantrieb finden und Angebote vergleichen. Erlebe mit emiwa.de die Transformation zur Elektromobilität!

Jetzt entdecken

Darum darfst du gratis parken

Dass so viele österreichische Städte auf die Parkgebühren für E-Autos verzichten, scheint für diese auf den ersten Blick kontraproduktiv zu sein – schließlich entgeht der öffentlichen Hand dadurch eine beträchtliche Summe an Parkgebühren. Doch warum bieten Städte diese Benefit für E-Auto-Fahrer dann überhaupt an? Es geht schlicht um gute Argumente für den Umstieg auf E-Mobilität. Die öffentliche Hand fördert den Kauf eines E-Autos also nicht nur mit üppigen Subventionen, sondern bietet etwa mit Erleichterungen im Bereich Parken zusätzliche Anreize, damit Bürger auf umweltfreundliche E-Mobilität umsteigen. In Zeiten drastisch zunehmender Neuzulassungen an E-Fahrzeugen wird dieses Privileg wohl früher oder später wieder abgeschafft werden. Bis dahin ist es jedoch ein Top-Argument zum Umstieg auf ein E-Auto, egal ob als Kauf oder Mietwagen.

Häufig gestellte Fragen

Ja, gratis parken ist in manchen Städten möglich. Die Regeln sind dafür jedoch sehr unterschiedlich. Alle Details erfährst du in unserer Übersicht!

Ja, hierbei sind jedoch einige Details zu beachten und Voraussetzungen zu erfüllen. Diese erklären wir dir im Artikel!

Nein, dies ist derzeit leider nicht möglich. E-Auto-Fahrer haben die gleichen Parkgebühren zu entrichten wie alle anderen.

Über den Autor:

Max ist Gründer und Geschäftsführer von emiwa. Seine Leidenschaften für Elektromobilität und Journalismus kann er in unserem hauseigenen Ratgeber perfekt ausleben. Oft findet man ihn am Wochenende bei einem Ausflug mit dem Elektroauto – am liebsten in den Bergen oder an einem See.

Das könnte dich auch interessieren:

Lieferzeiten von Elektroautos

03.12.2021

Lieferzeiten von Elektroautos 2021

E-Autos beim Laden

03.12.2021

Ladeflatrates für Elektroautos

Mietwagen ohne Kreditkarte

03.12.2021

Mietwagen ohne Kreditkarte – So geht es!